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Mister X und die Nationalmannschaft

Der Fussballverband leitet die richtigen Reformen ein. Ob die Massnahmen Erfolg bringen, ist allerdings extrem personenabhängig.

Bernhard Heusler fordert einen sportlichen Leiter und bessere Bedingungen für das Nationalteam betreffend Infrastruktur. (Video: Eva Tedesco)

Bernhard Heusler und Georg Heitz haben Vorschläge gemacht zur neuen Organisation in der Nationalmannschaft. Und der Schweizerische Fussballverband (SFV) ist gewillt, alle Vorschläge des ehemaligen FCB-Führungsduos umzusetzen. Das ist gut so, weil auf dem Papier alles Sinn macht:

  • Die Nationalmannschaft wird zur eigenen Abteilung und erhält mit der neu zu schaffenden Position des Sportlichen Leiters einen Chef mit höchsten Kompetenzen und Budgetverantwortung.
  • Die Kommunikation wird professionalisiert und aufgeteilt in verschiedene Bereiche, das Nationalteam erhält einen eigenen Medienchef.
  • Und der SFV sucht Möglichkeiten für eine verbesserte Trainings-Infrastruktur. Das könnte ein eigenes Trainingszentrum sein, aber auch nur ein einzelner Platz alleine für die Nationalmannschaft.

Die Fussball-Nationalmannschaft ist das wichtigste Team des Landes, nichts bewegt die Sportnation mehr als sie. Die organisatorischen und strukturellen Veränderungen sollen dazu führen, dass die Mannschaft fussballerisch erfolgreich bleibt. Dass sie keine unruhigen Tage mehr erlebt wie während und nach der WM in Russland. Dass sie die Herzen der Bevölkerung dauerhaft zurückgewinnt mit positiven Auftritten auch abseits des Rasens - so wie letzten Sonntag mit dem 5:2 gegen Belgien.

Das sind vielfältige Ansprüche - und der Sportliche Leiter muss prägend sein in allen Bereichen. Er braucht Fachwissen und Organisationstalent, aber auch wirtschaftliches Grundwissen. Er muss Standkraft und Durchsetzungswillen haben, aber auch ein feines Gespür für Strömungen. Er soll die Spieler und den Trainer mit klaren Grundsätzen führen, aber auch mit viel Empathie. Nur wenn es gelingt, diesen Mister X zu finden und die Position ideal zu besetzen, werden die angedachten Veränderungen auch zum Erfolg führen.

Video: SFV-Präsident Peter Gilliéron aüssert sich zu den Vorschlägen

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