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Medikamente und Drogen vor der Hirnblutung

Drei Tage nach seiner Hirnblutung hat der tschechische Fussball-Nationalspieler Martin Fenin die Hintergründe des Leidens öffentlich gemacht.

«Die vorübergehende Flucht in Medikamente und Suchtmittel verschlimmerten diesen Zustand» - Martin Fenin zieht die Reissleine.
«Die vorübergehende Flucht in Medikamente und Suchtmittel verschlimmerten diesen Zustand» - Martin Fenin zieht die Reissleine.
Keystone

Die Hirnblutung die Martin Fenin vom deutschen Zweitligisten Energie Cottbus am Samstag erlitt, war offenbar die Folge von Drogen- und Medikamentenkonsum. Fenin, der in einem Communique mitteilte, er leide unter Depressionen will sich nun in dauerhafte ärztliche Behandlung begeben. «Ich bin endlich zu der Erkenntnis gekommen, dass ich mein Krankheitsbild nicht mehr allein in den Griff bekomme. Das Gefühl der Resignation, der Einsamkeit mit Depressionsschüben begleitet mich schon seit mehreren Monaten. Die vorübergehende Flucht in Medikamente und Suchtmittel verschlimmerten diesen Zustand und gipfelte nun in der alarmierenden Diagnose», teilte der 24-Jährige mit.

Klub sichert volle Unterstützung zu

«Ich habe dagegen angekämpft und muss mir nun eingestehen, dass ich dieses Problem nicht ohne Hilfe beheben kann. Dem FC Energie Cottbus bin ich sehr dankbar für das Verständnis und die Hilfe, die mir zuteil wird. Ich brauche eine Auszeit mit intensiver ärztlicher Betreuung, um gesund zurück zu kehren auf den Fussballplatz und mein Top-Level wieder erreichen zu können», so Fenin weiter. Energie-Trainer Pele Wollitz versprach seinem Spieler volle Unterstützung: «Es spricht für seinen Mut, mit dieser Selbstreflektion so offen umzugehen. Martin hatte Glück im Unglück, das sollte ihm Mut machen für die bevorstehenden Wochen und Monate. Die werden hart für ihn. Doch er hat ein Ziel vor Augen, will es vor allem sich beweisen. Dabei werden wir ihn als Mannschaft und Verein so gut es geht begleiten.»

Erinnerungen an Robert Enke

Fenin liegt derzeit noch im Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum. Er soll das Krankenhaus in den kommenden Tagen aber verlassen können und dann mit der Rehabilitation beginnen. Ob seine psychischen Probleme mit dem Leistungsdruck im Profifussball zusammenhängen, liess der Tscheche offen. Sein Fall erinnert aber an den plötzlichen Rücktritt von Ralf Rangnick als Trainer beim FC Schalke 04 Ende September. Rangnick gab an, er habe nicht mehr genug Kraft, um seinem Job nachzugehen. Unvergessen ist der tragische Suizid des damaligen deutschen Nationaltorhüters Robert Enke, der wegen schweren Depressionen seinem Leben im November 2009 an einem Bahnübergang ein Ende setzte.

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