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Maradona: «Ich bin die Nummer 1»

Gestern Abend wurden Diego Armando Maradona und Carlos Bilardo vom Verbandspräsident Julio Humberto Grondona offiziell als neue Trainer der argentinischen Nationalmannschaft vorgestellt.

Dutzende Journalisten warten vor dem Sitz des argentinischen Fussballverbandes (AFA) auf den grossen Diego Armando Maradona. Endlich erscheint er und wirft sich in Pose, das grosse Blitzlichtgewitter fängt an. Der Star nimmt zwischen dem neuen Teamchef Carlos Bilardo und Verbandspräsident Julio Humberto Grondona Platz. Maradona erklärt, dass es für ihn ein grosse Ehre sei, argentinischer Nationalcoach an der Seite seines ehemaligen Trainers zu sein. Er werde alles geben, was er könne, damit die Dinge so laufen, wie sie sollen. Man werde jeden Tag hart arbeiten, um das Team jeden Tag ein bisschen besser zu machen.

Maradona verlangt Loyalität

Auf die Frage eines Journalisten, was er den Spielern als erstes vermitteln werde, antwortete der Neo–Trainer: «Loyalität! Das ist das, was wir verlangen. Die Spieler müssen bereit zu harter Arbeit sein und die Befehle der Nummer 1, welche ich bin, müssen befolgt werden. Das ist das, was ich verlange. Sie müssen sich unterordnen können. Wenn sie nicht bereit sind, das zu tun, dann sind sie weder für mich, noch für das Team die Richtigen.»

Ohne Messi gegen Schottland

Im Anzug wirkt der 48-jährige Maradona gesund und fit. Er stellte sein Kader für das Spiel am 19. November gegen Schottland vor. Lionel Messi wird nicht dabei sein, weil es eine Abmachung mit Barcelona einzuhalten galt. Da der Präsident des katalanischen Klubs das Wunderkind für die olympischen Spiele freigestellt hatte, verpflichtete sich der argentinische Verband im Gegenzug, auf ein Aufgebot für dieses Testspiel zu verzichten. Maradona meinte dazu: «Herr Laporta ist ein Gentlemen und es war sehr nobel, dass er Lionel freigestellt hat. Jetzt fühlen wir uns verpflichtet, es ihm gleich zu tun.»

Maradona braucht schnell Erfolg

Maradona, der den glücklosen Alfio Basile ersetzt, muss Argentinien schnell aus der Mittelmässigkeit führen. Von den letzten acht Qualifikations- und Freundschaftspielen konnte nur eines gewonnen werden. Zuletzt gab es eine peinliche 0:1-Niederlage in Chile – eine Mannschaft, gegen die Argentinien noch nie in einem Ernstkampf verloren hat. Dieses Spiel hat Maradonas Vorgänger den Kopf gekostet. Für den Jahrhundertfussballer, der praktisch keine Erfahrung als Trainer mitbringt, geht es darum, möglichst schnell die WM–Qualifikation zu sichern. Für Maradona beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Nach mehr als zehn Jahren ohne ernsthaften Job im Fussballgeschäft – er trainierte Mitte der Neunzigerjahre zwei Provinzklubs, mit denen er nur 3 von 23 Spielen gewann - ist dieses Amt eine riesige Herausforderung.

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