Lustenbergers Blitzheilung macht Hoffnung

Gegen Feyenoord sind die Sorgen entstanden, gegen Feyenoord könnten sie verschwinden.

Fabian Lustenberger ist nach seiner Verletzung früher als erwartet ins Training zurückgekehrt.

Fabian Lustenberger ist nach seiner Verletzung früher als erwartet ins Training zurückgekehrt.

(Bild: Keystone)

Dominic Wuillemin

Zwei Wochen ist es her, dass sich YB-Captain Fabian Lustenberger wegen eines Misstritts beim 2:0 im Heimspiel gegen die Holländer eine Bänderverletzung im Knöchel zugezogen hat. Der Club kommunizierte, Lustenberger müsse rund einen Monat pausieren. Doch viel früher als erwartet ist er diese Woche ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Gestern trat der 31-Jährige die Reise via Belp nach Rotterdam an. «Wir haben ihn sicher nicht nur zur moralischen Unterstützung mitgenommen», sagt Trainer Gerardo Seoane an der Medienkonferenz. Er will heute Morgen entscheiden, ob ein Einsatz des wichtigen Routiniers Sinn ergibt.

Mit Lustenberger würde sich die Wahrscheinlichkeit, die gute Ausgangslage zu wahren, zusätzlich erhöhen (Rang 1 mit 6 Punkten aus drei Partien). Denn die Alternativen sind überschaubar. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Gianluca Gaudino am Sonntag bei Servette gelten neben dem Freiburger Michel Aebischer und Lustenberger die Jungen Esteban Petignat und Breston Malula als Kandidaten für einen Einsatz im zentralen Mittelfeld.

Advocaats Mahnung

Seoane erwartet heute Abend (21 Uhr) ein ganz anderes Spiel als vor zwei Wochen. Das hat weniger mit dem Trainerwechsel zu tun (von Jaap Stam zu Dick Advocaat), der Feyenoord letzte Woche vorgenommen hat, wie der YB-Coach findet, sondern vielmehr mit dem Austragungsort. Zu Hause trete Feyenoord deutlich entschlossener und dynamischer auf, sagt Seoane. Das De Kuip (auf Deutsch: die Wanne), bei der EM 2000 in Belgien und Holland Austragungsort des Finals zwischen Frankreich und Italien, gilt als enorm stimmungsvoll.

Feyenoords Trainer Advocaat, in seiner langen Trainerkarriere nicht als offensivfreudig bekannt geworden, unterlässt es gestern nicht, zu mahnen: «Wir sollten nicht bloss blind nach vorn rennen, müssen kompakt spielen und stets genügend Leute hinter dem Ball halten.» Denn, sagt Advocaat, man sollte YB keinesfalls unterschätzen. Anschauungsmaterial hat er genügend, er muss seiner Mannschaft nur Bilder aus dem Hinspiel zeigen.

So könnte YB spielen: von Ballmoos; Janko, Sörensen, Zesiger, Garcia; Aebischer, Lustenberger; Assalé, Fassnacht, Ngamaleu; Nsame. Ohne: Camara, Gaudino, Hoarau, Lauper, Martins, Sierro, Sulejmani (verletzt).


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