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Lazio-Legende verliert Job wegen faschistischem Tattoo

Der ehemalige Fussballprofi Paolo Di Canio ist nicht länger Experte für das englische TV. Grund ist ein skandalöser Auftritt.

Ist seinen Job als TV-Experte los: Paolo Di Canio.
Ist seinen Job als TV-Experte los: Paolo Di Canio.
Keystone

Paolo Di Canio, früherer Kapitän des italienischen Erstligisten Lazio Rom, sorgt wegen seiner rechtsextremen Sympathien wieder einmal für Aufsehen. Der TV-Kanal Sky Sport hat beschlossen, den Vertrag mit Di Canio als Fussballkommentator aufzulösen, nachdem im Internet Bilder des Ex-Stürmers mit der Tätowierung «DUX» auf dem Arm veröffentlicht wurden.

Der Italiener hatte bewusst ein kurzärmeliges T-Shirt gewählt und so sein Tattoo auf dem Innenarm freigelegt. Die drei lateinischen Buchstaben stehen für den Begriff «Führer» sowie für «Duce», den Beinamen Benito Mussolinis. Damit stellte Di Canio erneut seine Bewunderung für den faschistischen Diktator zur Schau. «Obwohl wir Di Canios Kompetenz schätzen, haben wir uns einvernehmlich zur Aussetzung der Zusammenarbeit entschieden», sagte Jacques Raynaud, Vizepräsident von Sky Sport, am Mittwoch.

Als Di Canio seinen Arm zum faschistischen Gruss hob

Di Canio ist seit Jahren wegen seiner rechten Gesinnung bekannt. Im Jahr 2005 hatte er für einen Skandal gesorgt, als er nach dem Stadtderby gegen den AS Rom den Arm zum faschistischen Gruss hob und damit die rechtsgerichteten Fans Lazio Roms grüsste.

Di Canios «römischer Gruss» der ehemaligen Mussolini-Faschisten. Bild: Welt.
Di Canios «römischer Gruss» der ehemaligen Mussolini-Faschisten. Bild: Welt.

Dafür wurde er von der Disziplinarkommission des italienischen Fussballs gesperrt und mit einer Geldstrafe belegt, was Di Canio jedoch nicht davon abhielt, die Geste ein halbes Jahr später beim Spiel gegen Livorno erneut zu zeigen. Di Canio sympathisierte zudem stets offen mit den «Irriducibili» («Unbeugsamen»), Lazios gefürchteten, äusserst gewaltbereiten Ultra-Anhängern.

2013 übernahm der Italiener für kurze Zeit den Trainerposten beim Premier-League-Club Sunderland, musste aber schon nach dreizehn Spielen wieder weichen. Anschliessend übernahm der 48-Jährige den Job beim TV-Sender. Den ist er nun aber auch wieder los.

Welt/rt

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