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Lausanne kehrt in die Super League zurück

Lausanne-Sport steigt in die Super League auf. Das Team feierte beim 4:0 in Biel den siebten Sieg in Folge und kehrt ins Oberhaus zurück. Den Platz in der Barrage sicherte sich Servette dank einem 2:0 in Yverdon.

Martin Rueda wird gefeiert - Lausanne schlägt Biel mit 4:0 und steigt damit wieder in die Super League auf.
Martin Rueda wird gefeiert - Lausanne schlägt Biel mit 4:0 und steigt damit wieder in die Super League auf.
Keystone

Vor 2827 vorwiegend Gäste-Fans auf der Bieler Gurzelen beseitigten Martin Steuble und Lucien Dénervaud mit einem Doppelschlag kurz vor der Pause die letzten Zweifel an der Rückkehr Lausannes in die höchste Schweizer Spielklasse. Der frühere Grasshopper Steuble profitierte in der 35. Minute von einer Balleroberung von Teamkollege Silvio und erwischte Biels Torhüter Laurent Walthert mit einem Schuss von der Strafraumgrenze. Fünf Minuten später wurde Walthert von einem eigenen Mitspieler überlistet, als Dénervaud einen weit geschlagenen Ball der Lausanner mit dem Kopf ins eigene Tor verlängerte.

«Wir haben Reife und Nerven bewiesen und die Ruhe bewahrt», sagte Trainer Martin Rueda nach der Partie. Er und seine Mannschaft hatten auch vor einem Monat noch an den Aufstieg gelaubt, als die Lausanner mit 14 Punkten und scheinbar hoffnungslos hinter Leader Lugano zurückgelegen hatten. «Die Mannschaft ist in der Winterpause zu einer Einheit zusammengewachsen. Die vielen Erfolge haben uns mental stark gemacht», so der Exinternationale weiter.

«Wie im Film»

Über die Super League mochte sich Rueda noch nicht allzu viele Gedanken machen: «Die finanziellen Mittel sind sicher vorhanden. Fragt sich nur, wie viele und ob diese genügen.» Präsident Jean-François Collet gab schliesslich noch zu bedenken, dass ohne den Eklat um Fabio Celestini, Lausanne «das Billett schon vor dem Match in Biel hätte lösen können.»

Die Spieler waren überglücklich. Kapitän Sébastien Meoli unterstreicht, dass Lausanne einst vierzehn Punkte Rückstand auf Lugano hatte: «Wir haben selbst nicht mehr daran geglaubt, aber vor der Presse blieben wir professionell. Am Ende ist es wie in einem Film.»

Ende einer erfolgreichen Saison

In Biel fand der Lausanner Steigerungslauf der letzten eineinhalb Jahre seinen vorläufigen Höhepunkt. Im letzten Frühjahr hatten sich die Waadtländer - u.a. dank Siegen gegen die oberklassigen Young Boys und St. Gallen - überraschend für den Cupfinal qualifiziert. Dort unterlag Lausanne zwar dem FC Basel mit 0:6, sicherte sich aber die Teilnahme an der Qualifikation für die Europa League. Nach der Übernahme durch Rueda sorgte der Underdog auch international für Schlagzeilen, als er sich überraschend für die Gruppenphase qualifizierte und gegen Sparta Prag, ZSKA Moskau und Palermo seine Haut teuer verkaufte. Zudem startete die Mannschaft ähnlich stark in die Challenge-League-Saison, wie sie diese beendete: mit sechs Siegen in Folge.

Vor acht Jahren war der 1896 gegründete Traditionsverein am Boden. Nachdem Lausanne-Sports 2002 aus der Super League zwangsrelegiert worden war, ging der Verein ein Jahr später Konkurs und musste neugegründet werden. Aus dem Namen verschwand das «s», der Neustart für den siebenfachen Schweizer Meister und neunfachen Cupsieger erfolgte in der interregionalen 2. Liga. 2005 erfolgte die Rückkehr in die Challenge League, in der die Waadtländer gleich auf Rang 3 stürmten. Seither war es am Ufer des Lac Léman aber ruhig geworden.

Grenats in der Barrage

Mit Servette Genf könnte auch ein zweiter Traditionsverein den Lausannern in die Super League folgen. Die Genfer kamen bei Absteiger Yverdon dank späten Treffern von Matias Vitkieviez (72.) und Mobulu M'Futi (89.) zum achten Sieg in den letzten neun Spielen. Der 17-fache Schweizer Meister, dem trotz der Siegen von Lugano (3:1 in Delémont) und Vaduz (2:0 gegen Aarau) ein Remis reichte, bekundete allerdings enorme Mühe gegen den Tabellenletzten.

Die Gäste wirkten sehr nervös und wären in der 50. Minute beinahe in Rückstand geraten, als Mehmed Begzadic aus sechs Metern das Tor nicht traf. Diese Aktion diente als Weckruf für die Genfer, die nun im Barrage-Hinspiel am Samstag in Bellinzona antreten. Zum Rückspiel empfangen sie die Tessiner am nächsten Dienstag im Stade de Genève.

si/ot

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