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Lange Haftstrafe für Ex-Super-League-Profi

Fünf Jahre Gefängnis: Das ist das harte Urteil gegen den früheren österreichischen Nationalstürmer Sanel Kuljic, der auch in der Schweiz unter Vertrag stand.

«Viele Menschen sind enttäuscht»: Sanel Kuljic im Gerichtssaal.
«Viele Menschen sind enttäuscht»: Sanel Kuljic im Gerichtssaal.
Keystone

Der Prozess um den grössten Wettskandal in der Geschichte des österreichischen Fussballs ging am Freitag mit einem Paukenschlag zu Ende: Sanel Kuljic, 2006/07 bei Sion und 2010/11 bei Xamax engagiert, wurde zu fünf Jahren unbedingter Haft verurteilt. Der ehemalige Profi Dominique Taboga erhielt eine dreijährige Freiheitsstrafe, muss von dieser aber nur ein Jahr absitzen. Der Rest ist zur Bewährung ausgesetzt. Die Urteile sind allerdings noch nicht rechtskräftig.

«Der Fussball hat durch den Wettskandal einen unglaublichen Imageschaden erlitten. Die grossen Verlierer sind der Sport, die betroffenen Clubs, die Fairness und die Zuschauer», erklärte die zuständige Staatsanwältin Katrin Heidinger in ihrem Schlussplädoyer.

«Sie wollten einfach ein schöneres Leben führen, sich mehr leisten können», sagte Heidinger zum Angeklagten Taboga. «Bei Ihnen kommt noch das Spielen dazu», bemerkte sie in Richtung von Kuljic. «Sie waren ein Fussballgott. Diesen Schaden müssen sie einmal gegenüber Ihren Fans gutmachen. Viele Menschen sind enttäuscht.»

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