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Kurz vor dem Ernstfall ist die Nati halbwegs in Form

Für die Schweizer Fussballer beginnt am Samstag in Israel die WM-Qualifikation. Nicht alle Spieler sind in Form. Oder sie haben gesundheitliche Probleme.

Trainer Ottmar Hitzfeld, der heute Abend seine Spieler in Feusisberg SZ in ländlicher Umgebung erwartet, hat mehr Sorgen als ihm lieb sein kann.

Goalie Diego Benaglio (Magen-Darm-Grippe) kam am Samstag ebenso wenig zum Einsatz wie Basels angeschlagener Stürmer Eren Derdiyok. Arsenals Johan Djourou wiederum war nur Ersatz, der Genfer soll den verletzten Philippe Senderos (Milan) in der Innenverteidigung ersetzen. Salzburgs Johan Vonlanthen wurde schon gar nicht nominiert. Hitzfeld braucht in dieser Woche viel psychologisches Geschick, um einige seiner Spieler auf die Partie in Tel Aviv aufzurichten.

Handkehrum freute sich der neue Coach über die starke Leistung von Tranquillo Barnetta in der Bundesliga oder die soliden Darbietungen von Basels Benjamin Huggel. Und Alex Frei gab ein vielversprechendes Comeback im Regionalliga-Team von Dortmund.

Der Formstand der Nationalspieler in der Übersicht.

Tor:

Diego Benaglio: Der Keeper von Wolfsburg musste gegen Eintracht Frankfurt (2:2) wegen einer Magen-Darm-Grippe Forfait erklären. Er sollte aber für den Samstag wieder fit sein.

Fabio Coltorti: Er ist weiterhin Ersatzmann in Santander, was seine Ausgangsposition nicht verbessert.

Eldin Jakupovic: Der GC-Torhüter bot auch am Sonntag in Bern eine tadellose Vorstellung.

Verteidigung:

Johan Djourou: Der Genfer in den Diensten der Gunners nahm gegen Newcastle auf der Ersatzbank Platz.

Alain Nef: Der Verteidiger absolvierte für seinen neuen Klub Udinese nur zwölf Minuten.

Stéphane Grichting: Er spielte beim 2:0-Sieg von Auxerre in Lorient durch.

Ludovic Magnin: Der Romand kam beim Erfolg von Stuttgart gegen Hannover (2:0) erst ab der 64. Minute aufs Feld. Ihm mangelt es an Spielpraxis.

Steve von Bergen: Der Hertha-Verteidiger erlebte am Sonntag bei der 1:4-Niederlage in München ein persönliches Debakel. Er war bei drei Gegentreffern mitschuldig und verursachte zwei Penalties.

Christoph Spycher: Der Frankfurter spielte in Wolfsburg eine solide Partie – wie man es vom Berner gewohnt ist.

Stephan Lichtsteiner: Aus Italien wird gemeldet, dass die Lazio-Verantwortlichen mit der Leistung des bissigen Luzerners bei seinem Serie-A-Debüt in Cagliari (4:1 für die Römer) zufrieden waren.

Mittelfeld und Sturm:

Tranquillo Barnetta: Die überragende Figur auf dem Platz beim 5:2-Sieg von Leverkusen gegen Hoffenheim. Sein wuchtiger Weitschuss landete zum 4:2 im Tor, die ersten drei Bayer-Treffer hatte der Ostschweizer vorbereitet.

Valon Behrami: Der Tessiner kam beim 4:1-Sieg von West Ham gegen Blackburn über 90 Minuten zum Einsatz, zur Zufriedenheit des Klubs aus London.

Gelson Fernandes: Der ehemalige Sittener absolvierte für Manchester City nur wenige Minuten in Sunderland. Die Gäste setzten sich 3:0 durch, das verbessert die Position des Schweizers nicht.

Hakan Yakin: Der letzte Ernstkampf bestritt der Regisseur an der EM-Endrunde. Die Frage bleibt im Raum: Wie fit ist Yakin? Die Meisterschaft in Katar hat ja noch nicht begonnen.

Benjamin Huggel: Der Ur-Basler hat einen sehr guten Saisonstart hingelegt. Huggel wurde von Hitzfeld in der «NZZ am Sonntag »ausdrücklich gelobt.

Valentin Stocker: Der Shooting-Star des FCB ist ein Gewinn für den Schweizer Fussball. Und er scheint nicht abzuheben, wie sein Auftritt im sonntäglichen «Sportpanorama» bewiesen hat. Stocker bestritt in Aaraun nur einen Teileinsatz. Trainer Christian Gross will sein Talent nicht «verheizen».

Gökhan Inler: Inler erzielte am Samstag das 3:1 von Udinese gegen Palermo. Er nähert sich langsam seiner Bestform.

Johan Vonlanthen: Der nicht immer pflegeleichte Offensivspieler wurde von Salzburgs Trainer Co Adriaanse gerügt. Vonlanthen habe viele Chancen bekommen. Die habe er nicht ausreichend genutzt. Der Internationale hat in seinem Klub keine guten Karten.

Blaise Nkufo: Beim Saisonstart gegen Roda blieb der Goalgetter von Twente Enschede für einmal ohne Tor.

Alex Frei: Vielleicht die schönste Meldung für Hitzfeld. Sein Captain gab sein Comeback mit der Regionalliga-Mannschaft von Borussia Dortmund. Er schoss gegen Mönchengladbach II das 2:1 und 3:2, das 1:1 bereitete er vor. Ich hatte keine Beschwerden und konnte über die ganze Distanz durchspielen, freute sich Frei. Er wird gegen Israel noch fehlen, stösst aber nach dem Wochenende zur Nationalmannschaft.

Almen Abdi: Der Regisseur des FC Zürich ist heute noch mit dem Super-League-Einsatz gegen Bellinzona beschäftigt. Abdi ist das Herzstück und die Seele der Zürcher.

Eren Derdiyok: Basels Trainer Christian Gross gönnte dem Stürmer in Aarau eine Auszeit. Derdiyok nahm einige Erinnerungen sprich Prellungen aus dem harten Fight in der Champions-League-Quali mit. Es bleibt zu hoffen, dass er sich in dieser Woche gut erholt.

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