Sensation im Liebefeld

Der FC Köniz bezwingt im Cup-Sechzehntelfinal die Grasshoppers überraschend mit 3:1.

Dieses Spiel wird dem FC Köniz noch lange in Errinnerung bleiben.

Dieses Spiel wird dem FC Köniz noch lange in Errinnerung bleiben. Bild: Keystone

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«Bravo Gielä, super gmacht!», schreit der Speaker auf dem Sportplatz Liebefeld nach der Partie ins Mikrofon. Soeben hat der Erstligist FC Köniz den Rekordmeister GC sensationell mit 3:1 aus dem Cup geworfen. Dabei ging die Partie schon fulminant los: Nach nur drei gespielten Minuten zeigte Schiedsrichter Fähndrich nach einem Foul von Gülen an Altin ­Osmani ein erstes Mal auf den Elfmeterpunkt. Der Gefoulte trat gleich selber an und liess GC-Goalie Vasic keine Chance.

Nur drei Minuten später kam es schon wieder zu einem Penalty, den Dabbur verwertete. Die Berner liessen sich ob des raschen Ausgleichs jedoch nicht verunsichern und zogen weiterhin ihr Spiel durch. Nachdem ein Caio-Freistoss an die Latte knallte, gehörte die nächste Chance wieder den Könizern. Nach einem Eckball von Osmani behielt Ermin Gigic im Getümmel die Übersicht und brachte sein Team erneut in Führung.

Pulvers Schachzug

Es war keineswegs so, dass die Zürcher die Partie auf die leichte Schulter genommen und schlecht gespielt hätten. Vielmehr überzeugte der Unterklassige mit unbändigem Willen, guter Defensiv-Organisation und einfachem Spiel. Routinier Jiri Koubsky hielt die Könizer Abwehr zusammen und blockte mehrere Hoppers-Abschlüsse. Und wenn der Tscheche einmal überlistet wurde, konnten sich die Könizer auf Goalie David Moser verlassen. So wie in der 84. Minute, als der ehemalige Thuner einen Kopfball von Caio mirakulös parierte. «Als Moser diesen Ball hielt, wusste ich, dass wir dieses Spiel gewinnen werden», sagte Trainer Bernard Pulver nach dem Spiel. Pulver lag mit seinem Schachzug, den 26-Jährigen für die Cup-Partie zu nominieren, goldrichtig. Denn normalerweise ist bei Köniz Kelion Ruiz die Nummer eins.

GC suchte in den Schlussminuten verzweifelt den Ausgleich, zeigte sich im Abschluss aber zu unentschlossen. Und dann lief die Equipe von Pierluigi Tami in einen verheerenden Konter. Die 3-gegen-1-Situation schloss wiederum der stark aufspielende Osmani zum viel umjubelten 3:1 ab. «Unsere Taktik ging heute voll auf. Wir haben perfekt verteidigt und vorne unsere wenigen Chancen genutzt», war Pulver überglücklich. Verteidiger Miguel Portillo ergänzte: «Der Sieg ist umso schöner, weil GC eigentlich gut gespielt hat.» (Der Bund)

Erstellt: 18.09.2015, 20:49 Uhr

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