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Timo Werner versagen Nerven vom Penaltypunkt

Mit zehn Mann rettet sich RB Leipzig in der 2. Cup-Runde gegen den FC Bayern München ins Penaltyschiessen. Dort avanciert Stürmer Werner zur tragischen Figur.

Pechvogel des Abends: Timo Werner scheiterte als letzter und einizger Penaltyschütze. (25. Oktober 2017)
Pechvogel des Abends: Timo Werner scheiterte als letzter und einizger Penaltyschütze. (25. Oktober 2017)
Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Bayern München entscheidet das erste von zwei Duellen dieser Woche gegen RB Leipzig knapp für sich. Der Meister setzt sich in der 2. Cup-Runde im Penaltyschiessen 5:4 durch.

Tragische Figur im finalen Nervenspiel war Timo Werner. Der deutsche Nationalspieler scheiterte als letzter und einziger der zehn angetretenen Penaltyschützen. Sven Ulreich parierte seinen schwach platzierten Versuch, nachdem sämtliche Leipziger zuvor durch die Mitte erfolgreich gewesen waren. Die Bayern gewannen damit acht ihrer letzten neun Penaltyschiessen und 14 der letzten 15 Spiele, die über eine Verlängerung gingen. Leipzig kann sich am Samstag in der Neuauflage in der Bundesliga revanchieren.

Nach 90 und 120 Minuten stand es nach Toren von Emil Forsberg (68./Foulpenalty) und Thiago Alcantara (73.) 1:1. Den Bayern spielte in dem turbulenten Topduell in die Karten, dass Leipzig ab der 53. Minute in Unterzahl agierte. Naby Keita, der im nächsten Sommer für 70 Millionen Euro nach Liverpool wechselt, flog zum dritten Mal in den letzten sieben Spielen vorzeitig vom Platz, diesmal mit Gelb-Rot nach einem unüberlegten taktischen Foul.

Auf Anhieb konnten die Münchener von der Überzahl nicht profitieren. Stattdessen verwertete Forsberg zunächst einen Foulpenalty zur Leipziger Führung. Jerôme Boateng, der fünf Minuten später die perfekte Flanke zu Thiago Alcantaras Ausgleich per Kopfball lieferte, hatte Yussuf Poulsen gefoult.

Kölner Befreiungsschlag

Dem krisengeschüttelten 1. FC Köln gelang in der 2. Runde des DFB-Pokals ein Befreiungsschlag. Das sieglose Bundesliga-Schlusslicht gewann bei Hertha Berlin 3:1.

Die Tore zum ersten Sieg nach zuvor zehn Niederlagen aus zwölf Spielen erzielten Simon Zoller (35. Minute), Dominik Maroh (43.) und Christian Clemens (65.). Für die Hertha, bei der Fabian Lustenberger kurz nach der Pause ausgewechselt wurde und Valentin Stocker nicht zum Aufgebot gehörte, konnte Niklas Stark (69.) nur verkürzen.

Der Auswärtssieg zwei Tage nach der überraschenden Trennung von Geschäftsführer Jörg Schmadtke kam auch deshalb unverhofft, weil sich die Kölner mit dem Toreschiessen in den letzten Wochen überaus schwer getan hatten. Den Cup ausgeklammert, blieben sie in acht von zwölf Spielen ohne Torerfolg, mehr als einen Treffer brachten sie in keinem der Spiele zustande. Im Cup folgten auf das 5:0 gegen den Fünftligisten Leher Bremerhaven zum Saisonauftakt ein Sieg mit drei Toren gegen den Europa-League-Teilnehmer aus Berlin.

Bremen im Cup zuhause eine Macht

Werder Bremen läuft es in der Meisterschaft nur unwesentlich besser als Köln. Auch die Hanseaten warten nach neun Runden auf den ersten Sieg. Im Cup bauten sie ihre Rekordserie derweil weiter aus. Seit der Saison 1988/89 verloren sie im K.o.-Wettbewerb kein Heimspiel mehr. Das 1:0 gegen Ligakonkurrent Hoffenheim war das 36. siegreiche Cup-Heimspiel in Folge. Ishak Belfodil erzielte den Siegtreffer nach einer halben Stunde.

In einem weiteren Duell zweier Bundesligisten setzte sich Wolfsburg zuhause gegen Hannover 1:0 durch. Der 20-jährige Verteidiger Felix Uduokhai, einer der Gewinner unter Trainer Martin Schmidt und am letzten Wochenende beim 1:1 gegen Hoffenheim erstmals Torschütze in der Bundesliga, erzielte den Siegtreffer in der 49. Minute nach einer Standardsituation.

Dem VfB Stuttgart verlangte das Zweitliga-Schlusslicht Kaiserslautern mehr ab als erwartet, der Coup blieb aber aus. Unter anderem dank eines Treffers des Ex-Sitteners Chadrac Akolo setzte sich der Bundesligist 3:1 durch.

Resultate der Spiele mit Bundesliga-Klubs: Hertha Berlin (mit Lustenberger/bis 47., ohne Stocker/nicht im Aufgebot) - 1. FC Köln 1:3. 1. FC Kaiserslautern (2. Bundesliga) - VfB Stuttgart (ohne Grgic/verletzt) 1:3. Wolfsburg - Hannover (ohne Schwegler/nicht im Aufgebot) 1:0. Werder Bremen (mit Garcia) - Hoffenheim (mit Kobel und Zuber/bis 59.) 1:0. SC Freiburg (ohne Sierro) - Dynamo Dresden (2.) 3:1. RB Leipzig (ohne Mvogo/Ersatz und Coltorti/nicht im Aufgebot) - Bayern München 1:1, 4:5 im Penaltyschiessen.

(SDA)

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