«Säcke voller Geld» aus Katar für WM-Stimmen

Der ehemalige argentinische Verbandschef soll für Katar als Gastgeber der Fussball-WM 2022 gestimmt haben, weil er Geld dafür erhalten habe.

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Als Zeuge vor einem New Yorker Gericht hat der Argentinier Alejandro Burzaco Katar beschuldigt, Stimmen gekauft zu haben. Die Südamerika-Funktionäre Nicolás Leoz (Paraguay), Ricardo Teixeira (Brasilien) und der 2014 verstorbene frühere Fifa-Vizepräsident Julio Grondona sollen bei der WM-Vergabe im Dezember 2010 betrogen haben, berichtet die Zeitung «Bild».

Schon der erste Zeuge beim Fifa-Prozess in New York liefere so viel Sprengstoff, dass die WM 2022 in Katar in Schutt und Asche gelegt werden könnte, schreibt das Blatt.

Demzufolge hat der ehemalige argentinische Verbandschef Grondona für seine WM-Stimme eine Million Dollar bekommen. Grondona war Mitglied des 22-köpfigen Fifa-Exekutivkomitees, das 2010 in Zürich über die WM-Vergaben 2018 und 2022 abgestimmt hatte. Den Zuschlag erhielten Russland und Katar. Grondona stand mehrfach in der Kritik – unter anderem soll er in dubiose Geldflüsse aus Südafrika verwickelt gewesen sein.

«Was machst du?»

Auch die anderen Funktionäre sollen den Vorwürfen nach Geld für ihre Stimme für Katar erhalten haben. Dieses wurde entweder auf ein Schweizer Bankkonto eingezahlt oder in Form von Bargeld «in Säcken und Umschlägen übergeben» worden sein.

Leoz soll von Teixeira und Grondona bedrängt worden sein, als er in Zürich nicht für Katar stimmen wollte. «Sie schüttelten ihn und fragten: ‹Was machst du? Stimmst du nicht für Katar?›», sagt Alejandro Burzaco, der ehemalige Chef der argentinischen Sportmarketingfirma Torneos und Produzent der wichtigsten Sportkanäle in Argentinien und in anderen Ländern Südamerikas. Der WM-Gastgeber Katar bestreitet die Anschuldigungen.

Update folgt. (oli)

Erstellt: 15.11.2017, 16:28 Uhr

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