Zum Hauptinhalt springen

Bundesliga-Dino HSV steigt erstmals ab

Trotz Heimsieg tritt der Hamburger SV den Gang in die 2. Liga an. Wolfsburg muss in die Relegation, und in Berlin gibt es ein Torfestival.

Dann ist es amtlich: Der Bundesliga-Dino HSV steigt erstmals nach 55 Jahren in 2. Liga ab.
Dann ist es amtlich: Der Bundesliga-Dino HSV steigt erstmals nach 55 Jahren in 2. Liga ab.
Daniel Reinhardt, Keystone
Die letzten Bundesliga-Minuten für den HSV: Wegen Chaoten verzögert sich der Abpfiff noch um ca. 10 Minuten.
Die letzten Bundesliga-Minuten für den HSV: Wegen Chaoten verzögert sich der Abpfiff noch um ca. 10 Minuten.
Axel Heimken, Keystone
Erlösung in Freiburg: Dank einem 2:0-Heimsieg gegen Augsburg bleiben die Breisgauer in der Bundesliga.
Erlösung in Freiburg: Dank einem 2:0-Heimsieg gegen Augsburg bleiben die Breisgauer in der Bundesliga.
Patrick Seeger, Keystone
1 / 10

Zweimal in den letzten vier Jahren war der HSV dem Abstieg in der Relegation entkommen, nun erwischte es den sechsmalige Meister. Weil der direkte Konkurrent Wolfsburg mit dem 3:1 gegen das bereits als Absteiger festgestandene Köln seinen ersten Heimsieg in diesem Jahr feierte, stand der HSV auf verlorenem Posten. Selbst der 2:1-Sieg gegen Mönchengladbach zum Saisonabschluss reichte nicht.

Hamburg steigt nach 55 Jahren erstmals ab (Quelle: AFP)

Hätten die Hamburger in dieser Saison immer so gespielt wie beim vorerst letzten Bundesliga-Heimspiel, wäre der Abstieg mit grosser Sicherheit vermieden worden. Aaron Hunt verwertete in der 11. Minute einen von Denis Zakaria verschuldeten Handspenalty und nachdem Josip Drmic mit seinem vierten Saisontreffer das 1:1 erzielt hatte, sorgte Lewis Holtby in der 63. Minute mit seinem Treffer für den 746. Sieg der Hamburger im 1866. Bundesliga-Spiel.

Keine Schützenhilfe

Wann der HSV das nächste Mal in der 1. Bundesliga spielt, steht in den Sternen. Doch dass er viele Argumente für eine rasche Rückkehr in die höchste Liga hat, bewies der ehemalige «Bundesliga-Dino» in den letzten Tagen und Wochen. Die Fans hielten dem Klub auch in der schwierigen Zeit die Treue, waren trotz der fast unlösbaren Aufgabe in der Schlussrunde positiv eingestellt und unterstützten die Mannschaft gegen Mönchengladbach lautstark. Erst in der Nachspielzeit brachten einige der 57'000 Anhänger im Stadion mit Feuerwerkskörpern ihren Frust zum Ausdruck und sorgten für einen mehrminütigen Unterbruch.

In seiner ersten Saison in der 2. Bundesliga wird der HSV wie in den letzten Wochen von Christian Titz betreut. Der frühere U21-Coach leistete in den letzten Runden hervorragende Arbeit. Nachdem er nach der 26. Runde Bernd Hollerbach abgelöst hatte, gewann das Team 13 Punkte und schöpfte nochmals Hoffnung. Die benötigte Schützenhilfe erhielt Hamburg am letzten Spieltag nicht. Die Kölner wehrten sich in Wolfsburg zwar nach Kräften, gingen aber trotzdem deutlich mit 1:4 unter. Der deutsche Internationale Jonas Hector schoss das einzige Tor der Gäste in der 32. Minute zum 1:1. Für die Wolfsburger geht die Saison wie im Vorjahr mit der Relegation zu Ende. Am Donnerstag und am Pfingstmontag spielen sie gegen den Dritten der 2. Bundesliga, Holstein Kiel, um den Verbleib in der höchsten Liga.

Dortmund und Hoffenheim in der Champions League

Im Rennen um die zwei noch offenen Plätze in der Champions League hatten Hoffenheim und Dortmund das bessere Ende für sich. Bayer Leverkusen (3:2 gegen Hannover) muss sich wie RB Leipzig (6:2 bei Hertha Berlin) mit der Europa League begnügen. Hoffenheim sicherte sich den Millionen-Jackpot auf überzeugende Art mit dem 3:1-Heimsieg gegen Dortmund. Der zum letzten Mal von Peter Stöger betreute BVB stand zwischenzeitlich nur zwei Treffer davon entfernt, aus den Top 4 zu fallen. Zum Nervenspiel der Dortmunder trug auch Roman Bürki seinen Teil bei. Der Schweizer Goalie leitete das 0:1 mit einer ungenügenden Ballannahme und einem schwachen Befreiungsschlag ein.

Die anderen zwei deutsche Champions-League-Teilnehmer standen mit Schalke 04 und Bayern München bereits vor der letzten Runde fest. Die Münchner durften nach dem letzten Saisonspiel die Meisterschale entgegen nehmen. Die Einstimmung auf die Party war ihnen aber komplett misslungen. Sie gingen daheim gegen Stuttgart mit 1:4 unter. Zuvor war Bayern München über zwei Jahre und 38 Partien lang in der Bundesliga daheim ungeschlagen geblieben. Für Stuttgart kann der Sieg Gold wert sein: Wenn Bayern München am nächsten Samstag den Cupfinal gegen Eintracht Frankfurt gewinnt, rücken die Schwaben auf einen Europa-League-Platz vor.

34. Bundesligarunde, Samstag: Hoffenheim - Borussia Dortmund 3:1. Hertha Berlin - RB Leipzig 2:6. SC Freiburg - Augsburg 2:0. Bayern München - VfB Stuttgart 1:4. Schalke 04 - Eintracht Frankfurt 1:0. Wolfsburg - 1. FC Köln 4:1. Bayer Leverkusen - Hannover 96 3:2. Hamburger SV - Borussia Mönchengladbach 2:1. Mainz 05 - Werder Bremen 1:2.

Schlusstabelle: 1. Bayern München 34/84 (92:28). 2. Schalke 04 34/63 (53:37). 3. Hoffenheim 34/55 (66:48). 4. Borussia Dortmund 34/55 (64:47). 5. Bayer Leverkusen 34/55 (58:44). 6. RB Leipzig 34/53 (57:53). 7. VfB Stuttgart 34/51 (36:36). 8. Eintracht Frankfurt 34/49 (45:45). 9. Borussia Mönchengladbach 34/47 (47:52). 10. Hertha Berlin 34/43 (43:46). 11. Werder Bremen 34/42 (37:40). 12. Augsburg 34/41 (43:46). 13. Hannover 96 34/39 (44:54). 14. Mainz 05 34/36 (38:52). 15. SC Freiburg 34/36 (32:56). 16. Wolfsburg 34/33 (36:48). 17. Hamburger SV 34/31 (29:53). 18. 1. FC Köln 34/22 (35:70).

SDA/ll

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch