Zum Hauptinhalt springen

Jetzt droht bei den Bayern der grosse Knall

Der Rekordmeister verliert fünf von sechs Testspielen und wird von Jürgen Klopps Liverpool richtiggehend demontiert. Die vernichtenden Stimmen von Presse und Protagonisten.

Zweieinhalb Wochen vor dem Bundesligastart bricht bei den Bayern Ratlosigkeit aus. Die Münchner verlieren fünf von sechs Testspielen und werden nach ihrer Rückkehr von der Asientournee beim Audicup am Dienstagabend von Liverpool gnadenlos vorgeführt. Dabei war Trainer Jürgen Klopp eigentlich nur mit dem Resultat, nicht aber mit der Leistung seines Teams zufrieden. Es sei noch lange nicht alles so, wie er sich das vorstelle, sagte der Deutsche nach dem 3:0 Sieg in der Münchner Allianzarena gegenüber der ARD.

Thomas Müller äusserte sich nach der Klatsche gegen Liverpool. (Video: Tamedia/AFP)

«Wir haben 3:0 gewonnen, aber wir haben einen Haufen zu tun. Wir könnten heute mit dieser Truppe besser spielen», kritisierte er und fuhr fort: «Wir müssen uns das Leben selber leichter machen. Wir müssen dominanter sein.» Ein schlechteres Zeugnis könnte Klopp den Bayern indirekt eigentlich gar nicht ausstellen.

«Liverpool hat uns an der Nase herumgeführt»

«Bayern von Klopp vorgeführt», titelt die «Bild» heute. Die Bayern hätten in einem Spiel vor 57'000 Zuschauern, das in 200 Ländern am TV zu sehen gewesen sei, eine «gruselige» und «stümperhafte» Leistung abgeliefert. «FC Bayern blamiert sich», titelt «Focus». Die Mannschaft sei von Liverpool zerlegt worden. Und Eurosport spricht von einer planlosen neuen Bayern-Achse. Es sei ein schlimmer Einstand für Bayerns neuen Sportdirektor Salihamidzic gewesen. Der FC Bayern verliere das Testspiel in der eigenen Arena krachend, meint die «Süddeutsche Zeitung». Das sei so kurz vor Saisonbeginn alarmierend.

Das sah auch Bayerns Weltmeister Thomas Müller so, der gegenüber der ARD überhaupt nichts schönreden wollte. Die Mannschaft sei jetzt gewarnt. «Alles in allem ist das Spiel ungünstig. Wir haben es über die gesamte Spielzeit nicht geschafft, als Einheit aufzutreten. Liverpool hat uns an der Nase herumgeführt. Der Stachel sitzt tief.» Der Fokus liege jetzt auf dem Supercup am Samstag gegen Borussia Dortmund.

«Wir sind natürlich besorgt»

Als besorgniserregend erachtet Trainer Carlo Ancelotti die Situation. Der Italiener, der in der vergangenen Saison lediglich die Meisterschaft, nicht aber den Pokal und auch nicht die Champions League gewann, wirkte während des Spiels in seiner Coachingzone schon ziemlich ratlos, wenn nicht gar ohnmächtig.

Er schlägt sogar Alarm, wenn er sagt: «Wir sind natürlich besorgt. Wir müssen unseren Spirit ändern. Wir wussten, dass wir nicht in bester Verfassung sind. Das ist normal zu diesem Zeitpunkt. Wir müssen unsere Einstellung ändern.» Man habe gewusst, dass Liverpool stark kontern könne. «Mit guter Balance hätten wir das ändern können. Wir haben offensiv und defensiv nicht gut gespielt.»

Und dann stand auch Karl-Heinz Rummenigge vor die Kameras der ARD. Was er sagte, verheisst nichts Gutes. Weder für die Spieler noch für Trainer Carlo Ancelotti. «Wir müssen jetzt schnell die Kurve kriegen. Wir müssen zusehen, dass wir in eine bessere Verfassung kommen. Ich komme gerade aus der Kabine, da ist die Stimmung natürlich nicht gut. Es hatten nur zwei Mann Normalform: der Torwart und Javier Martinez.» Wer diese Sätze Rummenigges interpretiert, kann nur zu einem Schluss kommen: Jetzt droht bei den Bayern der grosse Knall.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch