«Ich habe schon mehr erwartet»

Uli Forte sagt, wie er seinen Fehlstart als Trainer des FCZ erlebt hat. Und warum er trotzdem das Positive sieht.

Ernüchtert: Uli Forte während des Spiels am Pfingstmontag in St. Gallen. Foto: Eddy Risch (Keystone)

Ernüchtert: Uli Forte während des Spiels am Pfingstmontag in St. Gallen. Foto: Eddy Risch (Keystone)

Sind Sie erschrocken über den Zustand des FCZ und wie das Team in diesem wichtigen Match ­aufgetreten ist?
Erschrocken nicht. Ich habe den FCZ ja schon gegen Lugano gesehen und nicht erwartet, dass nur wegen des Trainerwechsels alles anders ist. Ich wusste, auf was ich mich eingelassen habe. Ich bin aber trotz allem überzeugt, dass mehr ­herauszuholen ist als gegen St. Gallen.

Sie sind nicht erschrocken, aber enttäuscht müssen Sie sein.
Ich bin enttäuscht. Wir müssen zwar der Realität ins Auge blicken: Zwei Trainingseinheiten genügen nicht, um alles zu verbessern. Ich habe aber schon mehr erwartet. Vor allem vor der Pause machten wir vieles nicht gut. Danach wurde es zum Glück etwas besser.

Kann es helfen, dass nun eine Woche Zeit ist bis zum Spiel bei Sion?
Ja. Ich bin froh, dass wir eine normale Woche vor uns haben, die wir für Arbeit nutzen können. Es ist nötig. Wir müssen einiges aufarbeiten.

Woran denken Sie konkret?
Wir haben die Verunsicherung gesehen, daran gilt es weiterhin zu arbeiten. Ausserdem: Man kennt den FCZ aus der Vergangenheit als spielstarkes Team. ­Davon ist einiges verloren gegangen.

Es droht Ihnen trotz dieser Woche die Zeit davonzulaufen.
Das wusste ich. Wir müssen auch darauf hoffen, dass wir das Glück einmal auf unsere Seite bringen und ein gutes ­Resultat erzwingen.

Wie sehen Sie die Ausgangslage vor den letzten beiden Partien?
Punkten bei Sion ist ein Muss. Und danach den Final gegen Vaduz gewinnen.

Gerade nach dieser Leistung ­gegen St. Gallen fällt der Glaube an eine Wende schwer.
Es war kein optimaler Auftritt, das ist so. Doch wir müssen daran glauben, wir müssen alles probieren.

Wieso spielt der FCZ in einem ­solchen Spiel mit so wenig Feuer?
St. Gallen ist nicht auf dem letzten Platz und hat zu Hause gespielt. Drittens ist der FCZ sehr verunsichert.

Aufgrund der Leistung müssen Sie sich Sorgen machen.
Sorgen kann man sich immer machen, doch wir müssen das Positive sehen. Das tue ich: Mit Etoundi hatten wir nach der Pause mehr Gewicht in der Offensive. Er ist nach einer Verletzung zurückgekehrt. Ich hoffe, dass er in den nächsten Tagen weitere Schritte nach vorn macht.

(Aufgezeichnet von Ueli Kägi)

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