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«Ich bin enttäuscht vom FCZ»

Der Gladbach-Mittelfeldspieler Granit Xhaka wunderte sich über den Auftritt des FC Zürich.

Der Anfang vom Ende: Patrick Herrmann umkurvt David Da Costa und trifft zum 1:0 für die Borussia.
Der Anfang vom Ende: Patrick Herrmann umkurvt David Da Costa und trifft zum 1:0 für die Borussia.
Keystone
Gegen konzentrierte Gladbacher waren die Zürcher immer einen Schritt zu spät.
Gegen konzentrierte Gladbacher waren die Zürcher immer einen Schritt zu spät.
Keystone
Durfte zufrieden sein: Fohlen-Trainer Lucien Favre.
Durfte zufrieden sein: Fohlen-Trainer Lucien Favre.
Reuters
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In seine Aufarbeitung des Abends flocht Granit Xhaka den FC Basel ein, seinen vorherigen Arbeitgeber. «Bei den Baslern», sagte der Schweizer Nationalspieler in Diensten von Mönchengladbach, «hatte ich am Dienstag in jeder ­Minute gespürt, dass sie gegen Liverpool ihre Chance packen und in die nächste Runde der Champions League einziehen wollen.» Sprachs und fügte fragend an: «Und der FCZ gegen uns? Das war etwas gar wenig von einer Mannschaft, die eine Aussicht hatte, in der Europa League zu bleiben. Das hat mich ein wenig überrascht.» Er ging gar noch einen Schritt weiter: «Ich bin enttäuscht vom FCZ.»

Xhaka hätte offensichtlich nichts dagegen einzuwenden gehabt, wenn er im Zentrum etwas mehr gefordert worden wäre. Stattdessen durfte er erstaunlich viele Freiheiten geniessen, auch das 3:0 ungestört vorbereiten und gegen Ende der Partie Kräfte schonen. Oder wie er es formulierte: «Wir haben alle einen Gang zurückgeschaltet.» Das konnte mit Blick auf Sonntag und die Fortsetzung des Meisterschaftsbetriebs bei Bayer Lever­kusen nicht schaden. Nur einen Vorwurf liess Xhaka zu: dass die Glad­bacher zu wenig Tore erzielt hatten. «Dieses 3:0 ist schon in Ordnung», sagte er, «aber gemessen an unseren vielen Möglichkeiten ist das eher zu wenig.»

Yann Sommer, Xhakas Schweizer Kollege bei den Deutschen, führte die Überlegenheit primär auf die eigenen Stärken zurück: «Wir waren dominant, konzentriert. Der Ball zirkulierte gut, und wir liessen es nie zu, dass Schönbächler oder Chikhaoui mehr Einfluss nehmen konnten.»

«Gladbach auf anderem Niveau»

Und die Zürcher? Sie zogen sich zuerst für ein paar Minuten in die Kabine zurück, um das Erlebte zu verarbeiten. Danach taten sie sich schwer, Erklärungen für das Geschehen zu finden. Oliver Buff, der Nothelfer in der zentralen Abwehr, nahm einen zögerlichen Anlauf: «Es kam überhaupt nicht so heraus, wie wir uns das vorgestellt hatten. Jetzt fahren wir enttäuscht nach Hause.» Davide Chiumiento bilanzierte «unnötige Gegen­tore» und sagte: «Das Ergebnis spricht eine klare Sprache.» Dann tauchte Captain Yassine Chikhaoui auf und brachte es mit wenigen Worten auf den Punkt. Seine Erkenntnis: «Mönchen­gladbach spielt halt auf einem anderen Niveau als wir.»

Dann ging er. Und anzusehen war ihm: Er hatte nichts dagegen, dass es endlich vorbei war. (pmb.)

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