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Hitzfeld und der Fall Gavranovic

Ottmar Hitzfeld hat heute das Aufgebot für die letzten beiden WM-Qualifikationsspiele bekannt gegeben.

«Es ist sehr wichtig, dass man ein Zeichen setzt»: Hitzfeld über die Suspendierung von Gavranovic.
«Es ist sehr wichtig, dass man ein Zeichen setzt»: Hitzfeld über die Suspendierung von Gavranovic.
Keystone

Eren Derdiyok war im letzten halben Jahr von Hitzfeld nicht mehr nominiert worden, weil er bei Hoffenheim nicht mehr zum Einsatz gekommen war. Anfang September hat der Stürmer leihweise zu Bayer Leverkusen gewechselt, wo er seither in der Bundesliga und in der Champions League immerhin je einmal als Einwechselspieler auflaufen durfte.

Hitzfeld will dem 25-jährigen Basler eine neue Chance geben. «Ich freue mich, dass er den Wechsel zu Leverkusen gemacht hat. Da kennt er den Verein und die Mannschaft. Da hat er schon viele Spiele gemacht», sagt Hitzfeld und erinnert sich an die Startphase der Qualifikation. «Eren hat zu Beginn gute Spiele gemacht. Er ist ein Bestandteil unseres Erfolges.»

Nebst Eren Derdiyok kehren für die Spiele gegen Albanien (11. Oktober) und Slowenien (15. Oktober) auch Abwehrchef Johan Djourou und Stürmer Admir Mehmedi zurück. In den letzten Spielen gegen Island und Norwegen hatte Djourou wegen einer Verletzung gefehlt, Mehmedi war nicht berücksichtigt worden, weil er zum Saisonbeginn beim SC Freiburg nur wenig zum Einsatz gekommen war.

Für die Rückkehrer Djourou und Mehmedi müssen Timm Klose (Wolfsburg) und Steven Zuber (ZSKA Moskau) zuhause bleiben. Wie erwartet fehlt auch Mario Gavranovic. Der Stürmer des FC Zürich ist in seinem Klub intern suspendiert und in die U21-Mannschaft relegiert worden. «Es ist sehr wichtig, dass man ein Zeichen setzt. Ein Nationalspieler muss sich vorbildlich verhalten gegenüber Trainer und Mitspielern. Diese Kriterien hat er nicht eingehalten», sagt Hitzfeld.

Er unterstützt die Sanktion von FCZ-Trainer Urs Meier, will Gavranovic aber nicht für immer von der Nationalmannschaft ausschliessen. «Ich hatte ein längeres Gespräch mit Urs Meier und auch mit Gavranovic. Dass er jetzt fehlt, heisst nicht, dass er nicht mehr für uns spielen wird. Die Türe ist offen, wenn er im Klub wieder gute Leistungen zeigt.»

Hitzfeld hat insgesamt drei Torhüter und 20 Feldspieler nominiert. Das Aufgebot ist frei von Überraschungen. Hitzfeld hat für jede Position in seinem 4-2-3-1-System zwei Spieler nominiert.

WM-Qualifikation. Schweizer Aufgebot für die Spiele gegen Albanien (11. Oktober) und Slowenien (15. Oktober). Tor: Diego Benaglio (Wolfsburg), Yann Sommer (Basel), Marco Wölfli (Young Boys). - Verteidigung: Stephan Lichtsteiner (Juventus Turin), Ricardo Rodriguez (Wolfsburg), Johan Djourou (Hamburger SV), Steve von Bergen (Young Boys), Fabian Schär (Basel), Philippe Senderos (Fulham), Reto Ziegler (Sassuolo), Michael Lang (Grasshoppers). - Mittelfeld/Sturm: Gökhan Inler (Napoli), Valon Behrami (Napoli), Blerim Dzemaili (Napoli), Gelson Fernandes (Freiburg), Xherdan Shaqiri (Bayern München), Granit Xhaka (Borussia Mönchengladbach), Valentin Stocker (Basel), Tranquillo Barnetta (Eintracht Frankfurt), Josip Drmic (Nürnberg), Haris Seferovic (San Sebastian), Eren Derdiyok (Bayer Leverkusen), Admir Mehmedi (Freiburg).

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