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Historisches Tor gegen Deutschland – Torflut in Amsterdam

Die deutsche Nationalmannschaft verliert erstmals ein Spiel gegen Australien. Holland ringt Ungarn spektakulär mit 5:3 nieder.

Liessen es locker angehen: Mario Gomez Mannschaft verliert gegen Australien 1:2.
Liessen es locker angehen: Mario Gomez Mannschaft verliert gegen Australien 1:2.
Keystone

Ein kurzer Energieanfall reichte den australischen Kickern, um in einem ansonsten müden Testspiel die deutsche Nationalmannschaft zu besiegen. Jogi Löw schonte dabei zahlreiche Leistungsträger. Trotzdem sah es lange so aus, als ob die motivierten und hart kämpfenden Australier nichts gegen die von Deutschland kontrollierte Langweile anstellen würden. Offensiv blieben sie mindestens so harmlos wie die Deutschen. Erst in der 24. Minute konnte Lukas Podolski einen der vielen Freistösse gefährlich aufs Tor von Australiens Keeper Mark Schwarzer bringen. Dies hob den Esprit von Jogi Löws Team sogleich und die 30'000 Zuschauer durften nur zwei Minuten später das 1:0 durch Gomez bejubeln. Es schien, als ob die deutsche Nationalmannschaft trotz vielen Fehlern den Sieg gegen die weitgehend harmlosen Australier ohne Probleme nach Hause bringen würde. Zwei Chancen von Podolski zu Beginn der zweiten Halbzeit schienen dies zu unterstreichen. Dann kam die 60. Minute, als David Carney und Harry Kewell mit einem Doppelpass die deutsche Abwehr düpierten und Carney zum Ausgleich einschoss. Drei Minuten später erzielte Luke Wilkshire per Elfmeter das siegbringende 2:1 für Australien. Obwohl sich die Deutschen anschliessend gegen die Niederlage noch aufzubäumen versuchten, bedeutete das 1000. Gegentor einer deutschen Auswahl den ersten Sieg der Australier gegen Deutschland. Jogi Löw wollte aber nicht von einer Blamage sprechen, sondern sagte gegenüber DFB.de: «Die jungen Spieler haben heute einiges gelernt, und auch wir Trainer haben unsere Schlüsse gezogen.» Miroslav Klose hingegen sprach von einer «Einstellungssache», fügte aber hinzu, dass «man es in einem Test dann doch lockerer angehen» lässt. Solche Statements sind für Anhänger der deutschen Nationalmannschaft und die 30'000 Zuschauer in Mönchengladbach dann doch bedenklich.

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