Historischer Sieg der Frauen-Nati

Trotz anfänglichem Rückstand bezwingen die Schweizerinnen Island und bleiben im Rennen um ein EM-Viertelfinal-Ticket.

Ramona Bachmann erzielt den entscheidenden Treffer. (Quelle: SRF)

Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft darf an der EM in den Niederlanden weiter auf den Einzug in die Viertelfinals hoffen. Sie gewinnt das zweite Spiel der Vorrunde gegen Island 2:1. Im Gruppenspiel vom Abend überraschten die Österreicherinnen zum zweiten Mal an diesem Turnier. Die Aussenseiterinnen trotzten den favorisierten Französinnen ein 1:1 ab. Damit ist klar, dass die Schweiz gegen Frankreich einen Sieg braucht, um weiter zu kommen.

Lara Dickenmann (43.) und Ramona Bachmann per Kopf (52.) drehten die Partie zugunsten der Schweizerinnen, die nach gut einer halben Stunde nach einem erfolgreich abgeschlossenen Konter von Fanndis Fridriksdottir entgegen dem Spielverlauf in Rückstand geraten waren.

Islands Führungstreffer nach einem Konter. (Quelle: SRF)

Der Ausgleich durch Lara Dickenmann vor der Pause. (Quelle: SRF)

Ausgleich noch vor der Pause

Die Schweiz hatte nämlich in der ersten halben Stunde rund 70 Prozent Ballbesitz und war das spielerisch bessere Team. Zudem bekundete die SFV-Auswahl Pech, dass kurz vor dem Gegentreffer ein Foul an Vanessa Bürki im gegnerischen Strafraum nicht gepfiffen worden war.

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Für ihre Bemühungen wurden die Schweizerinnen aber noch vor der Pause belohnt. Nach einem Einwurf von Noëlle Maritz und einer herrlichen Ballstafette über Bürki, Martina Moser und Bachmann traf Dickenmann zum verdienten 1:1. Für die Luzernerin war es im 121. Länderspiel der 47. Treffer, womit sie wieder zur Schweizer Rekordtorschützin Ana-Maria Crnogorcevic aufschloss.

Bachmann sorgte für die endgültige Wende

Auch der zweite Schweizer Treffer in der 52. Minute fiel nach einer schönen Kombination. Bürki spielte den Ball auf die linke Seite zu der stark spielenden Maritz, deren Flanke in der Mitte Bachmann mit dem Kopf zum 2:1 verwertete. Für Bachmann, die sich wie die ganze Mannschaft im Vergleich zum Startspiel enorm steigerte und in der Nachspielzeit noch die Latte traf, war es der 43. Treffer im Nationaltrikot.

Entscheidung gegen Frankreich

Die Schweizer Mannschaft war von der ersten Minute an bemüht gewesen, sich für den schwachen Auftritt beim 0:1 gegen Österreich zu rehabilitieren. Auch Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg hatte ein Zeichen gesetzt und in der Startaufstellungen vier Änderungen vorgenommen. Mit Cinzia Zehnder, Vanessa Bernauer, Jana Brunner und Bürki setzte die Deutsche auf physisch starke Spielerinnen, was sich auszahlte. Die Schweizerinnen hielten gegen die phasenweise rustikal einsteigenden Isländerinnen auch kämpferisch dagegen.

Dank dem ersten Schweizer Sieg in der EM-Geschichte und dem 1:1 zwischen Frankreich und Österreich kommt es für die SFV-Auswahl am Mittwoch in Breda zu einem «Final» um den Einzug in die Viertelfinals. Gegen den Gruppenfavoriten Frankreich braucht die Schweiz zwingend einen Sieg, um sich für die K.o.-Runde zu qualifizieren. Island ist nach zwei Niederlagen bereits ausgeschieden.

Schweiz - Island 2:1 (1:1)
Doetinchem. - 5647 Zuschauer. - SR Pustowoitowa (RUS).
Tore: 33. Fridriksdottir (Brynjarsdottir) 0:1. 43. Dickenmann (Bachmann) 1:1. 52. Bachmann (Maritz) 2:1.
Schweiz:Thalmann; Crnogorcevic, Brunner, Wälti, Maritz; Bernauer; Zehnder, Dickenmann; Moser (57. Aigbogun); Bachmann (100. Rinast), Bürki (76. Humm).
Island:Gudbjörg Gunnarsdottir; Viggosdottir, Atladottir, Sigurdardottir; Jonsdottir (83. Magnusdottir), Sara Gunnarsdottir, Gardarsdottir (88. Thorsteinsdottir), Gisladottir; Asbjörnsdottir (66. Albertsdottir), Brynjarsdottir, Fridriksdottir.
Bemerkungen: Schweiz ohne Kiwic (gesperrt). 96. Lattenschuss Bachmann. Verwarnungen: 7. Dickenmann (Foul). 44. Jonsdottir (Foul).

Frauen-EM in den Niederlanden. Gruppe C. 2. Spieltag. In Doetinchem: Island - Schweiz 1:2 (1:1). - In Utrecht: Frankreich - Österreich 1:1 (0:1). – Rangliste (je 2 Spiele): 1. Frankreich und Österreich, je 4 (2:1). 3. Schweiz 3. 4. Island 0. - Island ausgeschieden.

Letzte Spiele. Mittwoch, 26. Juli. 20.45 Uhr. In Breda: Schweiz - Frankreich. - In Rotterdam: Island - Österreich.

Modus: Die besten zwei der vier Gruppen qualifizieren sich für die Viertelfinals. Bei Punktgleichheit nach der Vorrunde entscheiden die Kriterien Punkte, dann Tordifferenz und dann die Anzahl geschossener Tore aus den direkten Begegnungen über die Klassierung.

fsc/fal/sda

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