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«Hier ist die Hölle los»

Borussia Dortmund hält rund um die Champions-League-Partie in Athen gegen Olympiakos Piräus einen Notfallplan bereit.

Chaos: Die Ausschreitungen in Athen nehmen vor dem Champions-League-Spiel zwischen Olympiakos Piräus und Borussia Dortmund immer grössere Ausmasse an.
Chaos: Die Ausschreitungen in Athen nehmen vor dem Champions-League-Spiel zwischen Olympiakos Piräus und Borussia Dortmund immer grössere Ausmasse an.

Die Klubführung von Borussia Dortmund hat die politische Lage in Griechenland bei der Buchung der Unterkunft womöglich unterschätzt. Dümmer hätte die Wahl des Standorts nicht ausfallen können. Das Team-Hotel liegt direkt neben dem Parlamentsgebäude, wo die Demonstration gegen die Regierung diese Woche wieder kriegsähnliche Zustände annimmt. «Hier in Athen ist die Hölle los. Überall Strassensperren, und es werden mehr und mehr», twittert BVB-Mediensprecher Norbert Dickel.

Nebst den politischen Unruhen drohen Dortmund auch sportliche Widerstände. Die Fans von Olympiakos sind bekannt dafür, das Karaiskakis-Stadion in einen Hexenkessel zu verwandeln. «Diese Partie kann man als Endspiel sehen», sagt BVB-Trainer Jürgen Klopp. Beide Klubs brauchen dringend einen Sieg, um sich noch Hoffnungen auf die Achtelfinals machen zu können. Klopp: «Gewinnen wir, sind wir voll in der Spur.» Den Fall einer Niederlage möchte der Chefcoach gar nicht in Betracht ziehen, jedoch wäre die Rückreise – logistisch gesehen – wesentlich angenehmer.

Wegen des Generalstreiks könnte sich die Abreise am Donnerstag bis in den späten Abend, im schlimmsten Fall auch bis Freitag hinauszögern. «Das ist ärgerlich, aber zugleich auch nicht zu ändern», sagt Sportdirektor Michael Zorc, der schon einen Notfallplan in der Tasche hat. «Das ist natürlich nicht so toll, weil unsere Vorbereitung auf das Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Köln negativ beeinflusst wird. Die Uefa hat nur lapidar gesagt: Reist rechtzeitig an. Zurück werdet ihr schon irgendwie kommen.»

Sollte der BVB gegen Olympiakos gewinnen, dürfte die Rückreise für die Deutschen zu einem Spiessrutenlauf werden. Eines der Szenarien sieht vor – wenn Borussia erst am Donnerstagabend die Heimreise antreten kann –, wegen des Nachtflugverbots nicht in Dortmund, sondern in dem rund 100 Kilometer entfernten Paderborn zu landen.

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