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Grosse Sorgen um einen Weltmeister

Die deutschen Weltmeister von 1990 lassen zurzeit eine dreitägige Jubiläumsparty steigen. Doch der Siegtorschütze im Final gegen Argentinien fehlt – die Umstände sind mysteriös.

Andi Brehme liegt nach seinem goldenen Penalty auf dem Rücken und lässt sich von seinen Teamkollegen feiern.
Andi Brehme liegt nach seinem goldenen Penalty auf dem Rücken und lässt sich von seinen Teamkollegen feiern.
Keystone

Vor 25 Jahren wurde Deutschland unter Trainer Franz Beckenbauer Fussballweltmeister in Italien. Die WM-Helden feiern zurzeit in Kaltern am See in Südtirol eine rauschende Jubiläumsparty. Ausgerechnet der Mann, der im Endspiel gegen Argentinien per Elfmeter nach Foul an Rudi Völler den goldenen Treffer erzielt hatte, ist nicht erschienen: Andi Brehme.

Brehme, dem grosse finanzielle Probleme nachgesagt werden, ist der Party unentschuldigt ferngeblieben. Deshalb machen sich die Deutschen jetzt grosse Sorgen um Brehme, der offenbar abgetaucht und nicht erreichbar ist. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach erklärt gegenüber der «Bild»-Zeitung: «Wir haben am vergangenen Mittwoch telefoniert. Er wollte versuchen, Termine zu verschieben. Dann habe ich nichts mehr von ihm gehört.»

«Ich habe mehrfach versucht, ihn zu erreichen»

Bodo Illgner, Olaf Thon (beide krank), Jürgen Kohler (terminlich verhindert), Berti Vogts, Jürgen Klinsmann (beide mit den USA beim Gold Cup) und Karl-Heinz Riedle (als BVB-Botschafter in Asien) hatten sich entschuldigt. Brehme nicht. Auch für «Bild» war er nicht zu erreichen. Für Lothar Matthäus, mit 150 Länderspielen nach wie vor deutscher Rekordinternationaler, ist das mysteriöse Abtauchen Brehmes ein Rätsel. «Bei einigen kann man verstehen, dass sie nicht da sind, aber bei Andi nicht. Wir fühlen uns im Stich gelassen», sagt der Weltmeistercaptain von 1990.

Die von Brehme getrennt lebende Frau Pilar macht sich ebenfalls grosse Sorgen. «Ich habe mehrfach versucht, ihn zu erreichen – ohne Erfolg. Wenn ich von dem Termin gewusst hätte, hätte ich ihn überredet hinzugehen. Als Siegtorschütze gehört er dazu.»

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