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«Grizzi» und die blondierte Nostalgie

Atlético Madrid beschwört alte Geister vor dem heutigen Viertelfinal in der Champions League gegen den FC Barcelona – und einen Franzosen.

Rot-weisser Jubel: Antoine Griezmann (Mitte) feiert mit seinen Teamkollegen Koke (rechts) und Gabi Fernandez ein Tor gegen Betis Sevilla. Getty Images
Rot-weisser Jubel: Antoine Griezmann (Mitte) feiert mit seinen Teamkollegen Koke (rechts) und Gabi Fernandez ein Tor gegen Betis Sevilla. Getty Images

Wenn ein Trainer sein gesamtes Kader mitnimmt zu einem Auswärtsspiel, in diesem Fall alle 22, auch die Lädierten und Unpässlichen, dann signalisiert er den Seinen und der Welt rundherum, dass es bei der Expedition um alles geht. Final, obschon noch gar nicht Final ist. Bei Diego Simeone, dem argentinischen Coach von Atlético Madrid, zählen solche Signale oft mehr als ein klarer Spielplan. Das herrlich pathetische Beschwören des kämpferischen Kollektivs übertönt jedes taktische Sinnieren. Er ist ein Meister im Einschwören. Firmen aus der Privatwirtschaft buchen ihn dafür. Nun tritt «Atleti» im Viertelfinal der Champions League gegen den FC Barcelona an, zunächst also im Camp Nou, und wieder mutet die Vorbereitung eher wie eine dieser spiritistischen Motivationssitzungen des Trainers an.

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