Granit Xhakas emotionale Rückkehr nach Basel

Granit Xhaka glaubt, bei Arsenal angekommen zu sein und freut sich auf das Treffen mit seinem Stammclub FC Basel.

Granit Xhaka: «Ich weiss, welches Potenzial ich besitze.»

Granit Xhaka: «Ich weiss, welches Potenzial ich besitze.»

(Bild: Keystone)

Florian Raz@razinger

Mit 19 Jahren zog er von Basel aus, um die grosse Fussballwelt zu erobern. Jetzt macht Granit Xhaka mit Arsenal bei seinem Stammclub Halt. Und am Anfang der kurzzeitigen Rückkehr steht eine kleine, nicht ganz unkritische Würdigung. Xhaka sitzt ein paar Zentimeter neben seinem Trainer ­Arsène Wenger, als der die ersten Monate des Mittelfeldspielers bei Arsenal zusammenfasst.

Der 24-jährige Basler habe etwas Anlaufzeit gebraucht, «um sich an die grössere Liga anzupassen», sagt Wenger, lobt aber sogleich: «Inzwischen hat er sich an die Intensität der Duelle im zentralen Mittelfeld gewöhnt. Er kann uns helfen, die Balance zwischen Offensive und Defensive zu halten».

Granit Xhaka, Sie haben die Worte Ihres Trainers gehört. Was sagen Sie dazu? Es ist klar, dass du etwas Zeit brauchst, wenn du in ein neues Land, zu einem neuen Club kommst, wenn du dich in einer neuen Sprache unterhalten musst. Du musst erst die Philosophie des Trainers kennenlernen, deine Mitspieler und den Mitarbeiterstab.

Als Sie vom FCB zu Mönchengladbach gewechselt sind, haben Sie gleich zu Beginn mit Ihrer Meinung nicht hinter dem Berg gehalten ... ... damals war ich 19 Jahre alt und habe Fehler begangen. Aus Fehlern darf man lernen – und das habe ich definitiv gemacht.

Müssen Sie sich bei Arsenal ähnlich beweisen, wie Sie das nach Ihrem Transfer nach Deutschland tun mussten, als Sie der «kleine Schweizer» waren? Du musst dich in allen Ligen der Welt zuerst einmal beweisen. Egal, ob du aus Deutschland, Frankreich oder aus der Schweiz kommst. Ich fühle mich wohl bei Arsenal. Ich weiss, welches Potenzial ich besitze, und ich bin sicher, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Es ist normal, dass man im Fussball etwas Geduld beweisen muss.

Wie fühlt es sich an, zurück in Basel zu sein? Sehr schön, in Basel bin ich aufgewachsen, ich bin hier beim FCB gross geworden. Ich habe zweieinhalb gute Jahre im ersten Team mit Titeln verbracht. Wenn ich denn spielen darf, wird es sicher ein enorm gutes Gefühl sein.

Sie haben selbst mit dem FCB einige magische Nächte in Europa erlebt. Welches Spiel ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben? Das war sicher der 2:1-Sieg gegen Manchester United 2011. Das war ein riesiges Highlight für den Club, die Spieler, ja die ganze Stadt, dass es uns gelungen ist, Manchester United aus der Champions League zu verabschieden.

DerBund.ch/Newsnet

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