Gerrards Botschaft an den Yverdon-Captain

Wenn ein Fussballer sich verletzt, kann Unterstützung nur gut tun. Besonders dann, wenn sie von einem ganz Grossen kommt. Wie zwei Fussball-Weltstars die Pause eines Promotion-League-Spieler erträglicher machen.

Steven Gerrard grüsst den Yverdon-Captain Florian Gudit.

Dass Steven Gerrard und Florian Gudit sich vor einem Monat kannten, darf bezweifelt werden. Schliesslich handelt es sich beim einen um den langjährigen Captain des FC Liverpool, beim anderen um einen Spieler von Yverdon-Sport, dem derzeitigen 5. der Promotion League. Immerhin: Auch Mittelfeldspieler Gudit ist Captain seiner Mannschaft.

Und doch wendet sich Gerrard jetzt mit einer kurzen Videobotschaft an Gudit. «Hallo Florian», beginnt er im Auto sitzend, als würden sich die beiden schon lange kennen, «es tut mir leid, zu hören, dass du dich verletzt hast. Ich wünsche dir eine schnelle Erholung und dass du bald wieder spielen kannst.» Hintergrund der in prächtigstem Liverpooler Akzent vorgetragenen Nachricht: Gudit muss wegen einer Verletzung am Knie für längere Zeit pausieren.

Doch wie kommt es, dass ein Fussball-Weltstar wie Steven Gerrard sich darum bemüht, die schmerzhafte und fussballfreie Zeit eines Amateurfussballers aus der Schweiz erträglicher zu gestalten? Ganz einfach, die beiden haben kürzlich in Person des Franzosen Djibril Cissé einen bekannten Mittelsmann bekommen. Dieser hatte einst mit Gerrard bei Liverpool zusammen gespielt, mit ihm die Champions League gewonnen und steht seit diesem Sommer bei Yverdon unter Vertrag. Und der mittlerweile 36-Jährige scheint sich in seinem neuen Verein – seinem 11. insgesamt – schon gut eingefügt zu haben.

Djibril Cissé bei seiner Vorstellung als Yverdon-Spieler.

Denn wie Gerrard im Video erzählt, war es Cissé, der ihn auf Gudits Verletzung hingewiesen hat. Gudit selbst ist nämlich nicht nur ein Spieler von Yverdon, sondern auch ein grosser Fan von Liverpool. Sein Idol: richtig, Steven Gerrard.

Cissé dürfte die schöne Geste ein Telefonanruf gekostet haben, Gerrard ein 24 Sekunden langes Video. Und doch ist es eine Aktion, die der verletzte Gudit wohl nie vergessen wird.

DerBund.ch/Newsnet

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