Gerndt: «Bin kein Hitzkopf»

Alexander Gerndt heisst der neue Stürmer der Young Boys. Der Schwede unterschrieb einen Vertrag bis Ende Juni 2016.

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Er lächelte beim ersten Pressetermin in Bern noch etwas verlegen, doch auf dem Platz will sich der neue Stürmer Alexander Gerndt keine Zurückhaltung auferlegen. «Ich will mich so schnell wie möglich in das Team integrieren», sagte der 26-jährige Schwede gestern im Stade de Suisse nach dem Wechsel von Utrecht zu YB.

Bei den Bernern unterschrieb er am Freitag einen Vertrag über dreieinhalb Jahre bis Ende 2016. Über die Ablösesumme wurde wie üblich Stillschweigen vereinbart. Laut YB-Präsident Werner Müller ist die Schätzung von 1 Million Euro «keine schlechte Annahme.»

In Winterthur erstmals mit YB

Heute Samstag wird Gerndt beim Testspiel in Winterthur auf dem Kunstrasen des Sportplatzes Hegmatten (14 Uhr) voraussichtlich zu einem ersten Teileinsatz mit YB gegen den Tabellenvierten der Challenge League kommen. Bei Winterthur werden die Neuverpflichtungen Beg Ferati, der die Ersatzbank beim Bundesligisten Freiburg verlassen hat, Marco Aratore (U-21 Basel) und Jonas Elmer (Sion) auflaufen.

Ein Thema bei den Verhandlungen mit YB sei auch die Suspension von Gerndt durch den schwedischen Verband gewesen, bestätigte Sportchef Fredy Bickel. Gerndt war 2011 wegen Körperverletzung an seiner ehemaligen Frau zu einer Busse und Zahlung von Schmerzensgeld von einem Gericht verurteilt worden, und der achtfache Nationalspieler wurde darauf von der Nationalmannschaft ausgeschlossen.

«Ich kann die Geschichte nicht ungeschehen machen», sagte Gerndt. «Sie ist Vergangenheit, und ich schaue nach vorne.» Und er schmunzelte auf die Frage, ob er auch auf dem Platz ein Hitzkopf sei. «Nein, nein, ich bin kein Hitzkopf, ich bin ein ruhiger Typ», antwortete er. «In meiner Karriere bin ich ein einziges Mal vom Platz gestellt worden, und diese Rote Karte war unberechtigt gewesen», behauptete er.

2010 Topskorer in Schweden

Gerndt wurde 2010 in seiner Heimat mit 20 Toren in 29 Spielen mit Helsingborg und Gävle Torschützenkönig. Im Sommer 2011 wechselte er nach Holland zu Utrecht und erzielte in 40 Meisterschaftsspielen 13 Tore. Für den Rückrundenstart am 9. Februar gegen Luzern wird der Stürmer für YB spielberechtigt sein.

Transferprobleme wie bei Samuel Afum, dessen Spielberechtigung bisher nicht eingetroffen ist, zeichnen sich nicht ab. Über den Wechsel von Afum vom ägyptischen Verein Smouha zu YB muss die Fifa entscheiden. Sportchef Fredy Bickel ist «guten Mutes», dass Afum in den nächsten Tagen von der Fifa grünes Licht für die Gelb-Schwarzen erhalten wird.

Der Bund

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