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«Das tut weh»

Drittes Spiel, zweite Niederlage: Die Grasshoppers leisten sich auch beim bisherigen Schlusslicht zu viele ärgerliche Fehler.

Traumtor ohne Konsequenzen: Caio erzielt kurz vor Schluss das 1:2 aus Zürcher Sicht, doch St. Gallen kann den Sieg über die Zeit retten.
Traumtor ohne Konsequenzen: Caio erzielt kurz vor Schluss das 1:2 aus Zürcher Sicht, doch St. Gallen kann den Sieg über die Zeit retten.
Keystone
Volle Konzentration: Pnishi (l.) und Chabbi haben nur Augen für den Ball.
Volle Konzentration: Pnishi (l.) und Chabbi haben nur Augen für den Ball.
Walter Bieri, Keystone
Harte Sitten: Hier fährt der St. Galler Buess Caio in die Parade.
Harte Sitten: Hier fährt der St. Galler Buess Caio in die Parade.
Walter Bieri, Keystone
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Nach etwas mehr als 49 Minuten schien die Partie zwischen St. Gallen und den Grasshoppers entschieden. Tafer verwandelte einen von Bamert ohne Zwang verursachten Freistoss spektakulär via Innenpfosten zum 2:0 für die Ostschweizer. GC-Keeper Mall, der zwei Minuten zuvor gegen Chabbi mit einem mutigen Taucher noch gerettet hatte, machte auf der Linie keinen Wank.

Die Grasshoppers, die unter der Woche auf Zypern einen 120-minütigen Europacup-Fight zu überstehen hatten, gaben zwar nicht auf, brachten in der Offensive aber zunächst nichts Zwingendes mehr zustande. Chabbi wäre eine gute Viertelstunde vor dem Ende sogar fast noch das 3:0 gelungen, Mall verhinderte dies aber per Fussabwehr.

In der 87. Minute hatte dann Caio seinen grossen Auftritt. Von der Torauslinie überwand er St. Gallens aus dem Tor geeilten Schlussmann Lopar mit einem brillanten Innenristschuss. Es war bereits der fünfte Saisontreffer für den Brasilianer. Und so hätte Basic in der 3. Minute der Nachspielzeit fast noch das 2:2 erzielt. Er vertändelte den Ball aber, St. Gallen kam mit viel Glück zum ersten Saisonsieg.

Dass der FCSG bereits zur Halbzeit geführt hatte, lag an zwei Unglücksfällen auf Seiten der Grasshoppers. Der erste ereignete sich in der 11. Minute, als erst Sigurjonsson freistehend aus kürzester Distanz scheiterte und dann der vom Fauxpas seines Teamkollegen überraschte Munsy. Nummer 2 folgte unmittelbar vor dem Pausenpfiff, als Buess einen von Lavanchy leicht abgefälschten Ball im Zürcher Tor versenkte. Bamert schlug kurz vor Buess' Torschuss noch ein Luftloch mit den Füssen. Die Vorlage war vom 2:0-Schützen Tafer gekommen.

«Es war ein schwieriger Tag für uns», bilanzierte GC-Trainer Pierluigi Tami mit Blick auf die jüngsten Belastungen. «Wir hatten in der ersten Halbzeit gute Chancen zu führen und haben dann doch das 0:1 kassiert. Das tut weh. Über den Einsatzwillen meiner Mannschaft kann ich mich aber nicht beklagen, die Spieler haben alles gegeben.»

St. Gallen - Grasshoppers 2:1 (1:0)

12'648 Zuschauer. - SR Amhof. - Tore: 45. Buess (Tafer) 1:0. 50. Tafer (Freistoss) 2:0. 87. Caio (Lavanchy) 2:1.

St. Gallen: Lopar; Hefti, Wiss, Angha, Schulz; Aratore (64. Gouaida), Mutsch, Toko (68. Gelmi), Tafer (85. Lang); Buess, Chabbi.

Grasshoppers: Mall; Lavanchy, Bamert, Pnishi, Lüthi; Källström; Caio, Basic, Sigurjonsson (46. Brahimi), Andersen (56. Gjorgjev); Munsy (70. Kamberi).

Bemerkungen: St. Gallen ohne Cueto und Gaudino (beide verletzt), Leitgeb und Herzog (private Gründe) nicht im Aufgebot. GC ohne Tabakovic (verletzt), Alpsoy, Barthe und Sherko (alle nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 3. Schulz, 9. Caio, 17. Angha 48. Bamert, 50. Toko und Brahimi (alle Foul). 85. Buess (Unsportlichkeit).

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