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Vilotics Eigentor vermasselt Yakins Traum-Debüt

GC holt auswärts gegen Thun nur einen Punkt. Sions Trainer Paulo Tramezzani besiegt Ex-Club und verschafft sich etwas Luft.

GC kommt in Thun nicht über ein 2:2 hinaus. Unglücksrabe Vilotic unterläuft in der 83. Minute ein Eigentor, sein drittes in acht Spielen.
GC kommt in Thun nicht über ein 2:2 hinaus. Unglücksrabe Vilotic unterläuft in der 83. Minute ein Eigentor, sein drittes in acht Spielen.
Peter Schneider, Keystone
30. Minute: Bergström köpft GC in Führung.
30. Minute: Bergström köpft GC in Führung.
Peter Schneider, Keystone
Der Trainer herzt seinen Torschützen.
Der Trainer herzt seinen Torschützen.
Samuel Golay, Keystone
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Für kurze Zeit schien es, als würde Marko Basic, der 29-jährige Kroate der Grasshoppers, die Geschichte des aufwühlenden Spiels schreiben. Nach 68 Minuten gab er sein Comeback in der Meisterschaft, nachdem er im November 2016 einen Kreuzbandriss erlitten hatte. Nach 73 Minuten verwertete er eine Freistossflanke von Lucas Andersen zum 2:1 für GC. Aber zehn Minuten danach schrieb Innenverteidiger Milan Vilotic die Story um. Nach einem Corner von Matteo Tosetti bewerkstelligte er mit einem Kopfball, mit dem er Roy Gelmi zuvorkam, sein drittes Eigentor der Saison. Wenn er den Rekord damit nicht schon hält, ist der Serbe auf gutem Weg dazu.

Auch die beiden Tore der ersten Halbzeit entstanden mit Kopfbällen nach Standardsituationen. Beide waren möglicherweise irregulär. Emil Bergström stand bei Runar Sigurjonssons Freistossflanke an der Grenze zum Offside, und Thuns Stürmer Simone Rapp stiess nach einem Corner von Matteo Tosetti einen Gegenspieler zu Boden, bevor er einköpfelte.

Pechvogel Spielmann

Die Thuner, die nur eines der letzten nunmehr 14 Super-League-Duelle mit den Zürchern verloren haben, hätten den Sieg eher verdient. Die Grasshoppers konnten jedenfalls froh sein, dass Marvin Spielmann nicht seinen Abend hatte. Der von Aarau ausgebildete und auf diese Saison von Wil ins Berner Oberland gekommene Oltner vergab drei hochwertige Chancen, zwei davon in der ersten Halbzeit. Zuvor hatte er in der Meisterschaft fast alle Möglichkeiten verwertet und in sechs Tore umgemünzt.

Der dennoch zu registrierende leistungsmässige Aufschwung der schlecht in die Saison gestarteten Grasshoppers geht seit Neuem mit der persönlichen Erfolgsgeschichte von Murat Yakin einher. Mit Schaffhausen gab Yakin in der Challenge League zu Beginn der Saison keinen Punkt ab. Mit dem neuen Arbeitgeber ist er nach drei Wettbewerbsspielen ebenfalls ungeschlagen.

Tramezzani holt mit Sion wichtigen Sieg gegen Ex-Klub

Paolo Tramezzani dürfte seine Zeit als Sion-Trainer durch den 2:1-Erfolg gegen seinen Ex-Klub Lugano zumindest vorläufig verlängert haben. GC bleibt unter Murat Yakin derweil weiter ungeschlagen.

Der FC Sion kehrt zum Siegen zurück. Nach zuletzt vier Spielen ohne Sieg und dem peniblen Ausscheiden aus dem Cup gegen Stade Lausanne Ouchy (1:2 nach Verlängerung), durften die Walliser gegen Lugano wieder einmal jubeln. Ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub könnte Sion-Coach Paolo Tramezzani damit eine für ihn wichtige Wende eingeleitet haben. Denn viele Niederlagen wird er sich unter Christian Constantin nicht mehr leisten können.

Beim 2:2 zwischen Thun und den Grasshoppers wurden sämtliche Tore per Kopf und nach Standards erzielt. Die Berner Oberländer konnte vor heimischer Kulisse dabei zweimal einen Rückstand wettmachen und eine wichtige Serie fortsetzen. Seit über zwei Jahren und nunmehr acht Spielen hat Thun gegen die Grasshoppers nicht mehr verloren. Aber auch bei den Grasshoppers wurde eine Serie verteidigt: Seit dem Amtsantritt von Murat Yakin als Trainer sind die Zürcher ungeschlagen.

Thun - Grasshoppers 2:2 (1:1)

4486 Zuschauer. - SR San.

Tore: 30. Bergström (Sigurjonsson) 0:1. 38. Rapp (Tosetti) 1:1. 73. Basic (Andersen) 1:2. 83. Vilotic (Eigentor) 2:2.

Thun: Ruberto; Glarner, Bürgy, Gelmi, Facchinetti; Hediger; Tosetti, Sutter (77. Da Silva), Lauper, Spielmann (90. Hunziker); Rapp.

Grasshoppers: Lindner; Bergström, Vilotic, Zesiger; Lavanchy, Bajrami, Sigurjonsson (68. Basic), Doumbia; Bahoui (68. Djuricin), Andersen; Jeffren (86. Pusic).

Bemerkungen: Thun ohne Sorgic, Bigler, Rodrigues und Alessandrini (alle verletzt). Grasshoppers ohne Pickel (verletzt), Munsy, Kamberi und Brahimi (alle nicht im Aufgebot).

Verwarnungen: 19. Glarner (Foul), 56. Bergström (Foul), 69. Facchinetti (Foul), 71. Basic (Foul), 77. Djuricin (Spielverzögerung).

Lugano - Sion 1:2 (0:0)

3868 Zuschauer. - SR Erlachner.

Tore: 52. Schneuwly (Bamert) 0:1. 73. Lenjani 0:2. 87. Golemic (Mariani) 1:2.

Lugano: Da Costa; Rouiller (64. Daprelà), Sulmoni, Golemic; Crnigoj (54. Bottani), Mariani, Piccinocchi, Sabbatini, Mihajlovic; Gerndt, Marzouk (78. Culina).

Sion: Mitrjuschkin; Bamert, Zverotic, Kukeli, Lenjani; Kasami, Ricardo, Zock (86. Milosavljevic); Uçan (67. Ndoye); Cunha, Schneuwly.

Bemerkungen: Lugano ohne Jozinovic, Guidotti (beide verletzt) und Junior (gesperrt). Sion ohne Mveng, Adao, Carlitos, Cümart, Dimarco, Adryan, Acquafresca und Maceiras (alle verletzt).

Verwarnungen: 30. Kukeli. 51. Rouiller. 56. Piccinocchi. 57. Zverotic (alle Foul).

SDA

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