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Fringer soll Luzern retten

Der neue Heilsbringer in Luzern heisst Rolf Fringer. Der Österreicher übernimmt das Amt von Roberto Morinini. Auch Sportchef Bruno Galliker muss seinen Platz räumen.

Rolf Fringer, der letzte Saison beim späteren Absteiger FC St. Gallen entlassen wurde, soll nun den FC Luzern retten.
Rolf Fringer, der letzte Saison beim späteren Absteiger FC St. Gallen entlassen wurde, soll nun den FC Luzern retten.
Keystone
Roberto Morinini, der nach nur fünf Spielen in dieser Saison übernahm, konnte mit dem FCL keinen einzigen «Dreier» feiern. Nach nur einem Punkt aus sechs Spielen musste er gehen.
Roberto Morinini, der nach nur fünf Spielen in dieser Saison übernahm, konnte mit dem FCL keinen einzigen «Dreier» feiern. Nach nur einem Punkt aus sechs Spielen musste er gehen.
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Egon Coordes warf den Bettel beim Luzerner Chaos-Verein hin. Der Deutsche Nothelfer hatte sich wegen seiner Härte den Übernamen «Schinder-Egon» eingehandelt.
Egon Coordes warf den Bettel beim Luzerner Chaos-Verein hin. Der Deutsche Nothelfer hatte sich wegen seiner Härte den Übernamen «Schinder-Egon» eingehandelt.
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Elf Spiele und zwei Punkte zwangen nun die Verantwortlichen in Luzern bereits zur zweiten Notbremse in dieser Saison. Nach fünf Spielen und nur einem Unentschieden wurde Ciriaco Sforza durch Morinini ersetzt. Der Tessiner war jedoch gleich unerfolgreich wie der frühere Nationalspieler. Sechs Spiele und ebenfalls ein Unentschieden hielt die Geduld in der Zentralschweiz. Zusätzlich geschwächt hatte Morinini seine Position, als er in der vergangenen Woche Goalie David Zibung als Captain absetzte und diesen darüber nicht informierte. Der Publikumsliebung erfuhr von der Entmachtung im Lokalradio. Dies kostete auch Galliker den Job, der die Entmachtung mit Morinini orchestriert und nicht kommuniziert hatte.

Für Fringer, der zuletzt als Experte im Studio des SF gefiel, ist der neue Job quasi die Fortsetzung seines letzten Jobs. Vor einem Jahr wurde er in ähnlicher Ausgangslage in St. Gallen entlassen; sein Nachfolger Krassimir Balakov konnte jedoch den Fall der Ostschweizer in die Challenge League auch nicht verhindern. Immerhin hatte Fringer in den ersten elf Spielen mit dem ältesten Schweizer Fussball-Klub zehn Punkte geholt; das 0:4 gegen Thun am 6. Oktober kostete den 51-Jährigen jedoch den Job.

Das Debakel von Baku

Vor seinem Engagement in St. Gallen, das im April 2006 begann, war Fringer Trainer in Griechenland (PAOK Saloniki), Zypern (Apollon Limassol) und in den Vereinigten Arabischen Emiraten (Al-Wahda Abu Dhabi). Nachdem er mit dem FC Aarau 1993 Schweizer Meister geworden war, wechselte er zum VfB Stuttgart, wo der heutige deutsche Nationaltrainer Jogi Löw Fringers Assistent war.

1996, nach nur einer Saison in der Bundesliga, folgte Fringer dem Ruf des Verbandes und übernahm die Nationalmannschaft. Hier erlebte er jedoch zum Auftakt sogleich das Debakel von Baku, das ihn noch heute begleitet. Zum Auftakt der WM-Qualifikation verlor die Schweiz in Aserbaidschan 0:1 und verpasste in der Folge die Qualifikation für die Endrunde in Frankreich. Er übernahm den Job bei den Grasshoppers und führte die Zürcher in der ersten halben Saison zum Meistertitel. Ins neue Championat gelang der Start jedoch nicht, und er musste GC bereits in der Winterpause bereits wieder verlassen. Auch sein zweites Engagement bei Aarau war wenig erfolgreich. Nach dem Abstieg 2002 in die NLB trat er von seinem Amt zurück.

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