Forte spricht von einer Kampagne

Steht sein Posten auf dem Spiel? Der YB-Trainer ist vor dem Spiel gegen den FC St. Gallen angespannt.

Uli Forte: Wird er nach dem Spiel gegen St. Gallen noch Trainer sind.

Uli Forte: Wird er nach dem Spiel gegen St. Gallen noch Trainer sind.

(Bild: Archiv)

Am Tag nach der 1:3-Niederlage gegen Monaco im ersten Qualifikationsspiel zur Champions League wirkte Uli Forte angespannt. Er hatte ein gutes Spiel seiner Young Boys gesehen, doch jetzt ist in der Königsklasse schon fast alles vorbei. «Das Führungstor war entscheidend», resümierte der YB-Trainer. «Wir hatten mehrere aufgelegte Möglichkeiten und allesamt verpasst. Wären wir in Führung gegangen, wäre das Spiel anders verlaufen.» Auch sein ­Berufskollege Leonardo Jardim räumte gegenüber der französischen Sportzeitung «L’Equipe» ein: «Während der ersten Halbzeit bekundeten wir Schwierigkeiten. Wir sind auf einen Gegner gestossen, der in der ersten Hälfte gut gegen uns gepresst hat.»

Für das Rückspiel stehen die Young Boys dennoch wieder einmal vor ­einer «Mission impossible». Auch wenn Jardim nichts davon wissen will. «Das Resultat ist sehr gut für uns, aber im Voraus ist nichts bereits entschieden.»

Forte dagegen wusste am Mittwoch nicht, ob der angeschlagene Guillaume Hoarau am Samstag im wichtigen Auswärtsspiel in St.?Gallen spielen kann. Beim verletzt ausgeschiedenen Sékou Sanogo hegte er ebenfalls Bedenken, was einen Einsatz in der Ostschweiz betrifft. Dagegen hofft er, dass Renato Steffen, der gegen Monaco passen musste, sich bis Samstag von seiner Magenverstimmung erholt hat.

Die provokante Frage dieser Zeitung, ob er nach einer 0:4-Niederlage in St.?Gallen weiter Trainer bei YB wäre, fand er nicht angebracht. «Das wäre ganz schlecht, aber das wird nicht geschehen», antwortete Forte. Er ortet bei einigen Medien und in gewissen Kreisen im YB-Umfeld eine Kampagne gegen sich. «Und dies nach zwei von 36 Meisterschaftsrunden.»

Sein Fazit: «Sollte man mich nicht mehr wollen, soll man mir das sagen.» Ansonsten plädiere er für ­Zurückhaltung. «Ich habe meine Ziele praktisch immer erreicht, wenn man mich in Ruhe arbeiten liess.»

Der Bund

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