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Florentinos Film

Real Madrid geschäftet erfolgreicher denn je zuvor. Und doch heisst sein Stadion vielleicht bald Abu Dhabi Bernabéu.

Das Dekor war grandios, ganz dem hehren Selbstbild des Vereins nachempfunden. Als Florentino Pérez, der Präsident von Real Madrid, am Sonntag die knapp tausend massgeblichen Mitglieder des Clubs zur jährlichen Genehmigung des Budgets und seiner Zahlen versammelte, liefen im Messezentrum zunächst einmal emotionale Bilder über einen gigantischen Bildschirm. Da war die Hommage an Alfredo Di Stéfano, die Allzeitlegende des Clubs, gestorben in diesem Jahr. Und da waren natürlich die Bilder der «Décima» in der Champions League, dem zehnten Gewinn der europäischen Hauptauszeichnung dieses Sports, gewonnen in diesem Jahr.

Geschichte und Glorie vermischt in einem grossen Gefühlsdusel. Pérez ist ein Meister solcher Inszenierungen. Sie tragen auch zu seiner persönlichen Glorifizierung bei. Das Spektakel nehme immer mehr cinematographische Konturen an, schreibt die Madrider Sportzeitung «Marca», die dem Verein nahesteht: «Wenn das so weitergeht, werden sie uns in ein paar Jahren 3-D-Brillen verteilen für diesen Film.»

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