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Fischende Isländer erobern die Welt

Vor rund 1000 Jahren segelten die Isländer von Grönland westwärts und entdeckten Amerika. Nun machen die Nordländer mit ihrem Torjubel weltweit Schlagzeilen.

Laut der Eiríks saga rauða, der grossen Entdecker-Saga, betrat Leif Eriksson vermutlich als erster Europäer nordamerikanischen Boden. Leif Eriksson war ein Sohn von Erik dem Roten, der seinerseits von Island verbannt Grönland entdeckt hatte. In den letzten zwölf Monaten machte Island nicht unbedingt positive Schlagzeilen. Der Staatskonkurs und der Ausbruch des Eyjafjallajökull-Vulkans liessen das Land in der Popularität sinken. Dank Orri Halldor Björnsson sieht man nun wieder man einem Lächeln auf die Insel, unter der sich die eurasische und die nordamerikanische Kontinentalplatte jährlich zwei Zentimeter auseinanderbewegen.

Björnsson ist Fussballspieler bei Ungmennafélagið Stjarnan, kurz UMF Stjarnan, der in Garðabær, einem Vorort von Reykjavik, zu Hause ist. Sein Fischer-Jubel wurde auf Youtube schon mehr als eine Million Mal angeklickt, was selbst auf der Vereinshomepage und in den isländischen Zeitungen eine Meldung wert war. Die Stjarnan-Spieler selber dürften ob der weltweiten Reaktion überrascht gewesen sein, schliesslich lassen sich für den Torjubel immer wieder eine spezielle Choreographie einfallen. Boxen, Walzer-Tanz oder Polka – die Fantasie der Isländer kennt keine Grenzen.

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