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Fifa sorgt mit WM-Final-Bussen für Unverständnis

Drei Wochen nach dem WM-Final in Südafrika verteilt die Fifa Bussen wegen «harter Spielweise». Vor allem im Weltmeisterland Spanien kommt diese Massnahme nicht gut an.

Sorgte mit seinen Aggressionen immer wieder für Aufregung: Der Holländer Mark van Bommel.
Sorgte mit seinen Aggressionen immer wieder für Aufregung: Der Holländer Mark van Bommel.
Keystone

Wegen «harten Spiels» wurde gegen die Spanier, die im Final fünf gelbe Karten holten, eine Busse von 10'000 Franken ausgesprochen. Die Holländer, bei denen acht verschiedene Spieler verwarnt wurden und John Heitinga mit einer gelb-roten Karte vom Platz flog, wurden mit einer Geldstrafe von 15'000 Franken belegt.

Insgesamt wurden 47 Fouls begangen. Schiedsrichter Howard Webb sorgte damit für den kartenreichsten WM-Final aller Zeiten. 1986 hatte es in Mexiko im Endspiel Argentinien - Deutschland (3:2) sechs Verwarnungen gegeben.

Ansonsten faire Spanier

Die Fifa-Busse löste mit diesen Geldstrafen vor allem in Spanien grosse Proteste aus. Zurecht: Die Spanier galten bis zum Endspiel als fairste Mannschaft. In den sechs WM-Spielen vor dem Final hatte der Weltmeister nur drei gelbe Karten kassiert. In vier Partien - unter anderen bei der Auftakt-Niederlage gegen die Schweiz - wurde kein einziger Spieler der «Furia Roja» verwarnt.

Der Weltverband stützt sich auf seine Statuten. Teams und Verbände können bestraft werden, wenn ihre Spieler sich ungebührlich verhalten und in einer Partie mindestens fünf gelbe Karten erhalten. Hätte die Fifa an der WM diesen Artikel immer angewandt, hätte beispielsweise Chile ebenfalls gebüsst werden müssen. Vor dem Final war das Vorrunden-Spiel Schweiz (3mal Gelb/1mal Rot) gegen Chile (6mal Gelb) die kartenreichste Partie der WM gewesen.

si/mrs

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