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FCZ auf Achterbahn: Nach dem San Siro das Aegeten

Nach der 1:3-Niederlage gegen das grosse Milan folgt für den FC Zürich am Sonntag der nächste Ernstkampf. Der Gegner im Schweizer Cup ist weniger prominent und heisst FC Widnau.

Keystone
FC Widnau
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Noch in der Nacht auf Freitag fuhr der schöne, neue und 500'000 Franken teure Bus von Milano nach Zurigo. Der Frust sass tief bei der FCZ-Delegation. Der Zweite der Super League bot dem prominenten Serie-A-Vertreter respektable Gegenwehr und beklagte Pech. Göttin Fortuna und der spanische Schiedsrichter Gonzalez meinten es aber nicht gut mit dem Underdog. Ein Tor von Florian Stahel wurde fälschlicherweise aberkannt, sieben Minuten später passierte dem gleichen Spieler ein klassisches Eigengoal zum 1:0 für die «Rossoneri». Mitte zweiter Halbzeit beklagten die Zürcher einen Pfostenschuss, eine Minute später schoss Pato das 2:0. Dass der Aussenseiter das resultatmässige Manko im Rückspiel im vollen Letzigrund wettmachen wird, gehört in die Kategorie Utopie. Selbst wenn sich das Sprichwort «die Hoffnung stirbt zuletzt» auch für sportliche Situationen im Leben anwenden lässt.

Konzentration ist gefragt

Nach dem Stück auf der grossen europäischen Fussball-Bühne namens San Siro folgt nun die Aufführung im Provinz-Theater. Am Sonntagnachmittag messen sich die Zürcher Profis auf dem beschaulichen Sportplatz Aegeten mit den lokalen Amateuren des FC Widnau. Die 2. Liga-Kicker aus dem tiefen Rheintal freuen sich seit Wochen auf das Highlight, für sie ist es so etwas wie das Spiel des Lebens. Der Verein hat das grosse Los gezogen, so etwa wie der FCZ mit Milan im bedeutenderen Uefa-Cup.

Trainer Bernard Challandes verlangt nach dem schweren Duell in Mailand gleichwohl «Konzentration und Respekt vor dem Gegner». Schliesslich wollen er und sein Team keine weitere Enttäuschung erleben, schon gar nicht gegen Feierabend-Fussballer. «Nicht immer ist der Kleine chancenlos», hatte der Jurassier selbst als Vertreter eines Aussenseiters vor der Partie gegen Milan gesagt. Nachdem der FCZ mit seiner Darbietung im Uefa-Cup viel Respekt gewonnen hat, will er diesen nicht gleich wieder im Schweizer Cup verspielen.

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