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FC Thun: Nicht mehr als das Minimalziel

Der FC Thun holt beim krisengeplagten St. Gallen ein 0:0. Auch wenn mehr möglich gewesen wäre, streicht Jeff Saibene das Positive heraus.

Viel Kampf, wenig Spielfluss: Mutsch gegen Thuns Rapp.
Viel Kampf, wenig Spielfluss: Mutsch gegen Thuns Rapp.
Gian Ehrenzeller, Keystone

«Wir können mit diesem Punkt besser leben als St. Gallen», sagte der ehemalige FCSG-Trainer Jeff Saibene, der vor 13 Monaten in der Ostschweiz freiwillig Platz für Zinnbauer machte. «Das Remis ist okay. Die Zuschauer haben kein hochstehendes, aber immerhin ein spannendes Spiel gesehen.» Der Thuner Coach hatte sein Team «ein bisschen näher am Torerfolg» gesehen als die Gastgeber, wollte aber dennoch nicht von zwei vergebenen Punkten sprechen.

«Die Aufgabe war für uns aus mentaler Sicht nicht einfach, weil St. Gallen stark unter Druck stand und wir nicht gerne in der Rolle des Favoriten antreten.» Torchancen in der gehaltlosen Partie waren rar. Die beste Möglichkeit vergab Thun bereits nach einer Viertelstunde. Christian Fassnacht, mit vier Toren der beste Torschütze der Berner, kam aus elf Metern nach missratener Abwehr seines ehemaligen Kollegen Andreas Wittwer frei zum Schuss, verzog aber.

St. Gallen war wohl mehr in Ballbesitz, reelle Torchancen hatte das verunsicherte Team aber kaum. Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit gelangte Albert Bunjaku, der leidenschaftlich, aber glücklos kämpfte, zu einem Abschluss. «Die Bälle gehen einfach nicht rein. Wir kommen aber auch nicht zu klaren Abschlüssen», sagte St. Gallens Trainer Zinnbauer, dem die Enttäuschung anzusehen war – wie der Mannschaft.

Der FC Thun dagegen ist nun seit fünf Meisterschaftsspielen ungeschlagen, erkämpfte sich mit einem einfachen taktischen Konzept in dieser Zeit neun Punkte und hat sich im Abstiegskampf den 3-Punkte-Vorsprung auf St. Gallen bewahrt. Die letzte Niederlage erlitt das Team von Saibene am 20. September – beim 1:2 gegen St. Gallen. Seither darben die Ostschweizer, und Thun hat sich vom Tabellenende etwas entfernt.

St. Gallen nicht mehr Letzter

Das einzig Positive aus St. Galler Sicht am gestrigen Nachmittag: Nach drei Heimniederlagen in Serie und den Tiefschlägen gegen Vaduz (0:2), Luzern (0:3) sowie im Cup in Zürich (1:2) ging die Mannschaft des weiter angezählten Joe Zinnbauer diesmal nicht punktelos vom Platz. Aber erneut begleiteten Pfiffe der enttäuschten Anhänger die offensiv harmlosen Einheimischen.

Die Fans fanden sich erst zu Spielbeginn ein – aus Protest gegen die bislang äusserst dürftigen Leistungen. Immerhin: Mit dem zweiten Remis in dieser Saison nach dem 2:2 in Bern gegen YB konnte St. Gallen wenigstens die Rote Laterne an Vaduz abtreten. Die Abstiegsangst sitzt weiterhin im Nacken der zwar bemühten, aber qualitativ zu bescheidenen Ostschweizer. Ein Ansatz zu einem Befreiungsschlag war die dürftige Vorstellung gegen die hartnäckigen Thuner nicht.

SDA/bd

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