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FC Locarno im Visier der Steuerfahnder

Mindestens 35 Fussballer sind wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung bei Transfers ins Visier der argentinischen Steuerbehörde (Afip) geraten.

Auch die Challenge League soll indirekt betroffen sein: Szene aus dem Spiel zwischen Locarno und Bellinzona (18. August 2012)
Auch die Challenge League soll indirekt betroffen sein: Szene aus dem Spiel zwischen Locarno und Bellinzona (18. August 2012)
Keystone

Die Afip gab neben der Fussballerliste auch die Namen von zehn ausländischen Vereinen bekannt, die angeblich an suspekten Spieler-Wechseln teilnehmen. Unter ihnen soll sich der Challenge-League-Klub Locarno befinden. Die beanstandeten Wechsel seien über Vereine in Uruguay, Chile und der Schweiz abgewickelt worden, ohne dass die Fussballer dort je gespielt hätten. In diesen Ländern sind die Steuern für Transfers bedeutend niedriger als in Argentinien.

Aus Chiles 1. Liga wurden Unión San Felipe und Deportes Rangers als Sport-Steuerparadiese von dem Steueramt angeführt. In Uruguay seien die Erstligisten Bella Vista, Cerro, Rampla Juniors und Fénix sowie die Zweitligisten Sud América und Boston River an den Steuerhinterziehungen beteiligt.

Der argentinische Verband (AFA) bestätigte nach einem Bericht der Zeitung «Clarín», dass die Behörden von sieben Vereinen Informationen über die suspekten Spieler-Wechsel angefordert haben. Jonathan Bottinelli, der von San Lorenzo zu River Plate wechselte, und Ignacio Piatti, der vom italienischen Lecce zu San Lorenzo ging, gehören zu den überprüften Profis und sind bereits suspendiert worden. Auch Boca Juniors, Racing, Independiente, Estudiantes und Newell's Old Boys sind von der Fahndung betroffen. Die Fifa wurde von den argentinischen Behörden über die Untersuchung benachrichtigt.

Das Steueramt Afip hat laut «Clarín» die AFA aufgefordert, die 35 Fussballer von der nächsten Runde am Sonntag zu suspendieren. Die Vereine wehren sich dagegen und fordern eine allgemeine Absage des Spieltags.

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