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Favres sorgenvoller Blick in die Zukunft

Am Sonntag kommt es bei Gladbach gegen Mainz zum Duell der Schweizer Bundesliga-Trainer. Für beide ist die Partie richtungsweisend.

«Ich denke schon die ganze Woche darüber nach»: Auf wen setzt Favre gegen Mainz?
«Ich denke schon die ganze Woche darüber nach»: Auf wen setzt Favre gegen Mainz?
Keystone

Das Aufeinandertreffen mit seinem Schweizer Landsmann Martin Schmidt und dem FSV Mainz 05 ist für Gladbachs Trainer Lucien Favre ein Jubiläum. Der Romand sitzt zum 150. Mal anlässlich eines Bundesliga-Spiels auf der Bank der Borussia. Diese Zahl dürfte Favre jedoch wenig interessieren, vergeigte seine Mannschaft den Saisonstart gegen Dortmund doch gründlich. Nach der 0:4-Auswärtsniederlage war der Fussball-Lehrer restlos bedient, der gute Eindruck, den die Mannschaft in der zweiten Halbzeit des Pokalspiels gegen den Zweitligisten St. Pauli hinterlassen hatte, nur noch Makulatur.

Das Fachmagazin «Kicker» bedachte zehn Gladbacher mit der Note 5 – schlecht heisst das im Klartext. Unter den Kritisierten sind auch die beiden Schweizer Internationalen Granit Xhaka und Josip Drmic. «Alle waren schwach», gab Goalie Yann Sommer, der einzige Spieler mit einer Vier, zu. Der «Kicker» befand derweil, der 10-Millionen-Euro-Einkauf Drmic sei noch ein Fremdkörper im Spiel des Tabellendritten der abgelaufenen Saison.

Kommt es nun zur grossen Rochade? «Ich denke schon die ganze Woche darüber nach, werde meine Entscheidung aber erst am Samstag nach dem Abschlusstraining fällen», sagte Favre an der Pressekonferenz am Freitag. Trotz des bevorstehenden Champions-League-Debüts liege die Priorität auf der Meisterschaft. «Es wird eine sehr, sehr schwierige Saison. Die Erwartungen sind logischerweise hoch», so der frühere FCZ-Meistermacher, der mit Max Kruse und Christoph Kramer im Sommer zwei Schlüsselspieler verlor.

Xhaka gibt sich trotzdem selbstsicher: «Das Dortmund-Spiel darf man nicht überbewerten. Wir sind enorm heiss auf das Heimspiel gegen Mainz. Wir wollen unbedingt die ersten drei Punkte holen und werden das auch schaffen.» Auch Sommer gibt sich optimistisch: «Wir haben viel Leidenschaft, einen tollen Spirit, das müssen wir wieder auf den Platz bringen.»

Mainz 05 ist nach dem bitteren 0:1 gegen den Bundesliga-Neuling Ingolstadt ebenfalls alles andere als wunschgemäss in die Saison gestartet. Trainer Schmidt erklärte aber am Freitag, es sei ein Ruck durch die Mannschaft gegangen, seine Spieler seien im Training aggressiver aufgetreten als üblich. «Ich weiss aber, dass die Herausforderung für uns durch Gladbachs 0:4 in Dortmund noch grösser geworden ist», so der Walliser gegenüber der «Mainzer Allgemeinen Zeitung». «Uns steht eine Champions-League-Squadra gegenüber. Wer dort auf dem Platz steht, hat höchste Qualität. Gladbach wird klar der Favorit sein. Wir wissen jedoch genau, wo die Chancen eines Herausforderers liegen. Diese Rolle kam uns in den vergangenen Jahren entgegen.»

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