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Favre ist nicht mehr Lulu

Fussball ist für Gladbach-Trainer Lucien Favre vor allem Arbeit. 70 Stunden die Woche gibt er sich seinem Team hin, schleift an jedem Detail. Morgen empfängt er in der Europa League seinen früheren Verein FCZ.

Lucien Favre, mit 57 Jahren der älteste Bundesligatrainer, macht die Hindernisse fürs Freistosstraining bereit. Foto: Imago
Lucien Favre, mit 57 Jahren der älteste Bundesligatrainer, macht die Hindernisse fürs Freistosstraining bereit. Foto: Imago

Wird der Fussballer Trainer, nimmt er seine Vorzüge in seiner Werkzeugkiste mit. Genauso wie seine Schattenseiten.

Lucien Favre hat stets viel gearbeitet. Auf allen Ebenen. Psychologie, Taktik, Technik, an sich selber. Er reiste, studierte, beobachtete. Und zog daraus die richtigen Schlüsse. Er tat es auf derart gute Art, dass ich ihn heute nicht mehr mit diesem jovialen «Salut Lulu» (ich mochte die drei kleinen «Lu», die sich folgten) ansprechen kann wie damals in der Saison 1983/84 beim FC Toulouse. Sein Laufvermögen, sein linker Fuss, sein Adlerauge und seine Technik verbesserten den Fluss des Spiels und ­betonten dessen Einfachheit. Seine ­Vorzüge kamen in der Schweizer Nationalmannschaft, in der ich ihn auch ­betreute, weniger zur Geltung – weil die Zeit fehlte und das Kollektiv weniger ­gefestigt war. Lucien brauchte die Komplizenschaft der andern, um sich zu ­entfalten.

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