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Europas 10 beste Dribbler

Nicht Hazard, nicht Messi, nicht Neymar: Europas bester Dribbler ist ein bei Middlesbrough spielender Spanier.

Adama Traoré spielt bei Middlesbrough und fällt vor allem durch eines auf: seine Dribblings.
Adama Traoré spielt bei Middlesbrough und fällt vor allem durch eines auf: seine Dribblings.
Keystone

Mit Kunst ist es so eine Sache, mit Statistiken ebenso. Das eine ist abhängig vom Geschmack, das andere von der Interpretation. Nun wurde Europas bester Fussballer in der Kunstform Dribbling anhand von Statistiken gekürt – und der Argwohn über den Sinn und Unsinn weiter geschärft.

Denn: Kennen Sie Adama Traoré? 21 Jahre alt, Spanier mit malischer Herkunft, ausgebildet in Barcelona, angestellt bei Middlesbrough. Er ist der beste Dribbler Europas. Zumindest gemäss der Universität Cies in Neuenburg. Selektionskriterien waren die Anzahl Dribblings und deren Erfolgsquote. Das eine wird mit dem anderen multipliziert, daraus resultiert ein Produkt, bei dem Traoré obenaus schwingt. 194 Dribblings hat er in diesem Jahr bislang gemacht, in 70 Prozent der Fälle hat das geklappt. Niemand bringt bessere Zahlen zustande.

Anmerkung: Weil das Cies bei Dribblings zwischen Ballverlust durch den Gegner und durch Eigenfehler unterscheidet, können die obengenannten Zahlen nicht miteinander multipliziert werden, um zum entsprechenden Index zu gelangen.

Traoré ist mit seinen Finten ein kleiner Gott in der Kunst der Täuschung, trotzdem ist er den wenigsten bekannt. Das kommt nicht von ungefähr. Sein Einfluss auf das Spiel ist beschränkt, ebenso seine Produktivität, denn seine Dribblings geschehen auf den Seiten der Fussballplätze, in der ungefährlichen Zone. In 25 Spielen hat er kein Tor und ein Assist vollbracht. Schnell ist da von brotloser Kunst die Rede, das folgende Video legt dies ebenfalls nahe.

Die europäischen Granden folgen auf den nächsten Plätzen. Neymar vollbrachte zwar 269 Dribblings, doch nur jedes zweite wollte ihm glücken. Lionel Messi begnügte sich mit 176 Versuchen und einer Quote von 57 Prozent. Selbst Ryiad Mahrez, ein wahrer Könner im Dribbeln, findet sich erst auf dem 70. Platz wieder. Cristiano Ronaldo fehlt unter den ersten 100 wie auch jegliche Schweizer.

Wir lernen: Im falschen Moment sind Dribblings eine angefaulte Kunstform, im richtigen aber eine künstlerische Wohltat – für Mannschaft und Zuschauer.

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