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«Die WM in Deutschland war nicht gekauft»

Jetzt spricht DFB-Präsident Wolfgang Niersbach über die angeblich gekaufte Fussball-WM – nicht im «Spiegel», sondern auf der DFB-Homepage.

«Es gab keine schwarzen Kassen»: DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. (15. Oktober 2015)
«Es gab keine schwarzen Kassen»: DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. (15. Oktober 2015)
Fabrice Coffrini, AFP

Die Vorwürfe des deutschen Nachrichtenmagazins «Spiegel» sind happig: Die Vergabe der Fussballweltmeisterschaft 2006 nach Deutschland sei mutmasslich gekauft, das Bewerbungskommitee soll eine schwarze Kasse besessen haben und der Chef, Franz Beckenbauer, habe davon gewusst – und der heutige DFB-Präsident Niersbach ebenfalls.

Im «Spiegel» wollte sich Wolfgang Niersbach zu den Vorwürfen nicht äussern. Die Internetseite des Fussball-Bunds veröffentlichte jedoch nun ein Interview mit seinem Chef. Er bestreitet, dass es um die Vergabe der WM 2006 nach Deutschland eine schwarze Kasse gegeben habe.

DFB will gegen «Spiegel» vorgehen

Er versicherte auch allen Fussballfans, dass es keinen Stimmenkauf gegeben hat: «Nochmal: Die WM war nicht gekauft.» Der DFB klärt nun rechtliche Schritte gegen das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» ab.

Auch auf die Zahlung von 6,7 Millionen Euro an die Fifa im Jahr 2006 geht DFB-Präsident Niersbach im Interview ein. Er habe davon diesen Sommer erfahren und eine interne Prüfung veranlasst. «Das Ergebnis ist offen, aber ich kann aufgrund der zeitlichen Abläufe dieses Zahlungs-Vorgangs schon jetzt definitiv ausschliessen, dass die Zahlung in Zusammenhang mit der WM-Vergabe im Jahr 2000 steht.»

Der «Spiegel» will nach eigenen Angaben über ein Geheimdokument verfügen, in dem die Zahlung der 6,7 Millionen Euro begründet wird. An einen handschriftlichen Vermerk Niersbachs auf diesem Dokument könne sich der DFB-Präsident nicht erinnern. Er bezweifelt, dass es überhaupt seine Handschrift ist.

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