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Erst tobte Klopp, dann tanzte er

Während es mit Liverpool weiter aufwärts geht, dauert Chelseas Krise in der Premier League an.

Voller Einsatz an der Linie: Jürgen Klopp in Aktion.
Voller Einsatz an der Linie: Jürgen Klopp in Aktion.
AFP

Chelsea gegen Liverpool, das war auch das Duell zweier charismatischer Trainer: José Mourinho gegen Jürgen Klopp. Jubeln durfte zunächst Mourinho: Ramires traf in der 4. Minute nach einer Massflanke von Azpilicueta mit einem wuchtigen Kopfball. Liverpool drückte in der Folge auf den Ausgleich, fand aber zunächst kein Durchkommen gegen die destruktiv agierenden Londoner.

Als 34 Minuten gespielt waren, ging mit Klopp das Temperament durch: Doch so sehr er auch einen Elfmeter forderte, seine Mannschaft bekam ihm nicht. Clyne hatte Terry am Strafraumrand den Ball an der Oberarm geschossen. Allerdings aus so kurzer Entfernung, dass Terry keine Absicht zu unterstellen und die Entscheidung von Schiedsrichter Clattenburg nachzuvollziehen war.

Liverpools Genugtuung folgte in der dritten Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte: Coutinho liess Chelseas Torschützen Ramires aussteigen und schlenzte den Ball in die Maschen. Nun tobte Mourinho – die Halbzeit hätte eigentlich schon seit 30 Sekunden abgepfiffen sein müssen.

Eine gute Viertelstunde vor Schluss war der vor seinem heutigen Treffer 710 Minuten erfolglose Coutinho erneut zur Stelle: Er brachte sich mit einer Körpertäuschung in Schussposition und schloss souverän ab. Terry fälschte den Ball noch leicht ab, Chelseas Goalie Begovic hatte so keine Abwehrchance.

Der eingewechselte Benteke, der Coutinhos zweiten Treffer mit einer Kopfballablage überhaupt erst ermöglicht hatte, machte in der 83. Minute den Deckel auf den Liverpooler 3:1-Sieg. Diesmal fälschte Cahill den Ball unglücklich ab. Klopp feierte den Treffer mit einem gewaltigen Jubelsprung und einem kleinen Tänzchen.

Schon vor dem Match hatte der frühere Dortmund-Coach an der Pressekonferenz eine treffende Beschreibung Mourinhos abgegeben: «Wenn du kein Journalist oder Schiedsrichter bist, kann er ein netter Kerl sein.» Vielleicht stehen die Chelsea-Fans ja deshalb trotz nur drei Siegen in elf Spielen so treu hinter dem Portugiesen.

An der Ranglistenspitze marschieren Manchester City und Arsenal im Gleichschritt. City setzte sich gegen Norwich allerdings erst dank eines späten Penalty-Treffers von Touré mit 2:1 durch. Arsenal löste seine Aufgabe mit dem 3:0 in Swansea souveräner. Die zum fünften Mal in Folge siegreichen Gunners erzielten die drei Treffer zwischen der 50. und 74. Minute. Hinter dem punktgleichen Duo folgt das weiterhin überraschende Leicester, das ohne Inler bei West Brom trotz 0:1-Rückstand noch 3:2 gewann. Leicester hat aus den letzten vier Partien zehn Punkte geholt, fünf mehr als Manchester United, das sich 0:0 von Crystal Palace trennte.

Chelsea - Liverpool 1:3 (1:1) 41'577 Zuschauer. - Tore: 4. Ramires 1:0. 45. Coutinho 1:1. 74. Coutinho 1:2. 83. Benteke 1:3.

Crystal Palace - Manchester United 0:0 24'000 Zuschauer.

Manchester City - Norwich 2:1 (0:0) 53'418 Zuschauer. - Tore: 67. Otamendi 1:0. 83. Jerome 1:1. 89. Touré (Handspenalty) 2:1. - Bemerkungen: 88. Rote Karte gegen Martin (Norwich/Hands). 97. Kolarov (Manchester City) verschiesst Foulpenalty.

Swansea - Arsenal 0:3 (0:0) 20'937 Zuschauer. - Tore: 50. Giroud 0:1. 68. Koscielny 0:2. 74. Campbell 0:3.

Newcastle - Stoke 0:0 47'139 Zuschauer. - Bemerkung: Stoke bis 90. mit Shaqiri.

Watford - West Ham 2:0 (1:0) 20'000 Zuschauer. - Tore: 39. Ighalo 1:0. 48. Ighalo 2:0. - Bemerkungen: Watford mit Abdi (bis 76.) und Behrami (ab 76.). 85. Rote Karte gegen Collins (West Ham/Foul).

West Bromwich - Leicester 2:3 (1:0) 24'000 Zuschauer. - Tore: 30. Rondon 1:0. 57. Mahrez 1:1. 65. Mahrez 1:2. 78. Vardy 1:3. 85. Lambert (Foulpenalty) 2:3. - Bemerkung: Leicester ohne Inler (Ersatz).

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