Zum Hauptinhalt springen

Eine weitere Enttäuschung für Stuttgart

Die Schwaben schieden nach einer hilf- und chancenlosen Darbietung gegen Benfica Lissabon aus der Europa League aus.

Souveränes Benfica: Oscar Cardozo erzielt mit seinem raffinierten Freistoss das 2:0 für die Portugiesen.
Souveränes Benfica: Oscar Cardozo erzielt mit seinem raffinierten Freistoss das 2:0 für die Portugiesen.
Keystone

Im heimischen Stadion verlor der Bundesligist 0:2, nachdem er sich auswärts mit dem 1:2 noch eine ansprechende Ausgangslage geschaffen hatte. Die Stuttgarter machten gegen Benfica Lissabon nie den Eindruck, das 1:2-Handicap aus dem Auswärtsspiel wettmachen zu können. Nach dem Rückstand durch Salvios Weitschuss (30.) wirkten die Schwaben nach der Pause ziemlich hilflos. Einzig der Japaner Shinji Okazaki hatte noch zwei Chancen zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Nach Cardozos Freistosstreffer aus rund 30 Metern (78.) war endgültig alles vorbei. Zudem hatten die Schwaben Pech: Goalie Marc Ziegler erlitt eine schwere Hirnerschütterung nach der Pause und musste durch Sven Ulreich, die ehemalige Nummer 1, ersetzt werden. Nach dem Europacup-Out gilt Stuttgarts Konzentration per sofort dem Abstiegskampf in der Bundesliga.

Nach den schwachen Auftritten in der Champions League (3 Niederlagen) bot die Europa League nicht die Bühne für eine italienische Rehabilitation. Napoli unterlag bei Villarreal 1:2, weil ausgerechnet der Italiener Giuseppe Rossi das entscheidende Tor für die Spanier erzielte (45.) und verabschiedete sich als letzter Vertreter der Serie A aus dem Wettbewerb.

Zwischenfall mit Napoli-Fans

In Spanien trat der Zweite aus Italien ohne Captain Paolo Cannavaro, den Internationalen Cristian Maggio und bis in die 55. Minute ohne Topskorer Edinson Cavani an. Das Trio wurde für den Serie-A-Spitzenkampf am Montag bei Leader Milan geschont. Zu einem unglücklichen Zwischenfall kam es auf italienischer Seite bereits, als noch Hoffnung auf das Weiterkommen bestand. Nach dem 1:0 durch Marek Hamsik (17.) drückten die Napoli-Tifosi im Jubel das Absperrgitter zu Boden und fielen wie die Dominosteine auf den Rasen. Dabei erlitten drei Fans Verletzungen.

Von den acht aus der Champions League in die Europa League degradierten Mannschaften blieben nur zwei auf der Strecke. Neben dem FC Basel schied auch Rubin Kasan aus. Wie den Baslern (Spartak Moskau) war aber auch den Russen ein Gruppendritter aus der Champions League zugelost worden (Twente Enschede).

Liverpools Zitterpartie

An der Liverpooler Anfield Road mussten sich die 42'949 Fans bis in die Schlussphase gedulden, ehe den Reds endlich das entscheidende Tor gelang. Nach 176 von 180 Minuten zähen Ringens gegen Sparta Prag köpfte der Holländer Dirk Kuyt einen Corner von Raul Meireles ins Tor. Zuvor schon hatte Liverpool einige vielversprechende Chancen vergeben.

Liverpool musste auf den an der Leiste verletzten Steven Gerrard verzichten, der frühestens am Sonntag in der Meisterschaft gegen West Ham United sein Comeback gibt. Auf den neuen Stürmer Andy Carroll, im Januar für rund 35 Millionen Pfund von Newcastle United verpflichtet, verzichtete Coach Kenny Dalglish freiwillig.

Ballack traf, Derdiyok sass

Ohne Probleme kam ein anderer Favorit auf den Titel weiter. Bayer Leverkusen setzte sich gegen Metalist Charkiw mit dem Gesamtskore von 6:0 durch. Schon im Hinspiel in der Ukraine hatte der Bundesligist die Entscheidung herbeigeführt (4:0). Das Rückspiel vor eigenem Publikum stand letztlich im Zeichen des Europacup-Comebacks von Michael Ballack. Der Mittelfeldstar kam erstmals seit 345 Tagen und einem 0:1 in der Champions League mit Chelsea gegen Inter Mailand auf internationaler Bühne zum Einsatz. Er krönte seinen 90-minütigen Auftritt mit dem Tor zum 2:0 (70.). Nicht dabei waren die Schweizer: Tranquillo Barnetta ist verletzt, Eren Derdiyok sass auf der Ersatzbank.

(si)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch