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Eine Lektion für die Young Boys

Die Berner ziehen im Playoff-Rückspiel einen miserablen Tag ein und verlieren in Gladbach 1:6. Viel Aussagekraft hat die Partie aber nicht.

Grosse Enttäuschung: Die Berner müssen im Borussia-Park eine Kanterniederlage einstecken.
Grosse Enttäuschung: Die Berner müssen im Borussia-Park eine Kanterniederlage einstecken.
Patrik Stollarz, AFP
Dank an die Fans: Die Berner verabschieden sich nach einer enttäuschenden Leistung aus der Champions League.
Dank an die Fans: Die Berner verabschieden sich nach einer enttäuschenden Leistung aus der Champions League.
Manuel Lopez, Keystone
Einziger Torschütze: Yoric Ravet erzielt den Ehrentreffer für YB.
Einziger Torschütze: Yoric Ravet erzielt den Ehrentreffer für YB.
Maja Hitij
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An eine Wende im Playoff-Duell hatten die Young Boys schon vor dem Rückspiel nicht mehr geglaubt. Ein 1:3 auswärts bei einem Spitzenclub der Bundesliga wie Borussisa Mönchengladbach wettmachen zu wollen, war nichts anderes als Utopie. Es ging für die Berner am Mittwoch bestensfalls noch um ein positives Resultat, um einen Achtungserfolg.

Für dieses Vorhaben baute Adi Hütter sein Team um und setzte auf ein 3:4:3-System mit dem überraschend wieder verfügbaren Captain Steve von Bergen im Abwehrzentrum. Mit dieser Variante vertat sich der YB-Trainer gründlich.

Die Gladbacher wirbelten die völlig desorientierte Berner Hintermannschaft in den ersten 45 Minuten auf eine Art und Weise durcheinander, dass es sogar Hütter nicht mehr mitansehen wollte und in der Pause wieder auf eine Viererabwehr umstellte. Zudem nahm er auch Von Bergen zur Schonung für die kommenden Aufgaben bereits wieder aus der Mannschaft.

Immer wieder Raffael

3:0 stand es zur Spielhälfte - und die auf vor allem auf den Aussenbahnen sehr anfälligen Young Boys waren damit noch gut bedient. Insbesondere Raffael bot eine Show, die sehenswert war. Zuerst traf er nur den Pfosten (8.), dann bereitete er den Führungstreffer von Hazard mit einem genialen Kurzpass vor (9.), ehe er selber zweimal skorte (33. und 41.).

Die Berner waren bereits Raffaels Lieblingsgegner, als er noch für den FC Zürich spielte. Daran hat sich auch nach seinem Wechsel in die Bundesliga nichts geändert, wie die beiden brillanten Auftritte des Brasilianers gegen YB innert Wochenfrist gezeigt haben.

Am Ende hiess es nach drei weiteren Toren von Hazard (2) und Raffael gar 6:1, wobei das 4:0 erneut irregulär war. Für das YB-Ehrentor hatte Ravet mit einem sehenswerten Weitschuss gesorgt.

«Das Resultat ist brutal, man hat heute nur eine Mannschaft gesehen, und das war Gladbach», sagte Yvon Mvogo zum schwachen Auftritt der Young Boys. Der Goalie war noch der beste Berner und bewahrte sein Team vor einer noch höheren Niederlage.

Nico Elvedi dagegen, der junge Schweizer Verteidiger in Gladbacher Diensten, freute sich über den problemlosen Vorstoss in die Champions League: «YB war hinten offen, das haben wir heute für unsere Tore nutzen können.»

Für die Young Boys hat nun Priorität, die gestrige Klatsche schnell wegzustecken und das nächste Spiel am Sonntag (13.45 Uhr) im Letzigrund gegen GC zu gewinnen. Danach bietet die Länderspielpause die ersehnte Zeit, sich zu regenerien und sich zu rüsten für die kommenden Aufgaben.

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