Zum Hauptinhalt springen

Eine fussballverrückte Familie in der Zwickmühle

Wenn der Basler Pascal Schürpf heute Abend mit Aufsteiger Vaduz im St.-Jakob-Park gegen den amtierenden Meister spielt, steht sein Bruder in der Muttenzer Kurve.

Pascal Schürpf hat Aufsteiger Vaduz gegen den FC Luzern soeben mit 1:0 in Führung gebracht.
Pascal Schürpf hat Aufsteiger Vaduz gegen den FC Luzern soeben mit 1:0 in Führung gebracht.
Keystone
Der Basler will heute Abend auch im St.-Jakob-Park gegen seinen ehemaligen Club FC Basel treffen.
Der Basler will heute Abend auch im St.-Jakob-Park gegen seinen ehemaligen Club FC Basel treffen.
Keystone
2009 durfte Pascal Schürpf (r.) auch schon mal an der Seite von Marco Streller (l.) spielen.
2009 durfte Pascal Schürpf (r.) auch schon mal an der Seite von Marco Streller (l.) spielen.
Keystone
1 / 6

Pascal Schürpf, der fussballerisch beim FC Basel gross wurde, verdient heute sein Geld beim FC Vaduz. «Wenn ich gegen den FC Basel spiele, dann ist das für mich schon eine sehr spezielle Angelegenheit», sagt Schürpf. Seine Familie stecke schon ein wenig in der Zwickmühle.

«Mein Bruder Marco steht in der Muttenzer Kurve, auch meine Eltern sind grosse FCB-Fans und wohnen nur zwei Minuten vom Stadion entfernt. Am Dienstag werden sie für einmal im gegnerischen Vaduzer Block sitzen und natürlich für mich die Daumen drücken», verrät der 25-Jährige. Auch er selbst sei nach wie vor ein erklärter Anhänger des FCB. «Ausser er spielt eben gegen Vaduz.»

«Dafür bin ich noch heute dankbar»

Schürpf erklärt, weshalb er weiterhin ein Flair für den FCB hat. «Ich durfte in diesem hochprofessionell geführten Club eine hervorragende Ausbildung geniessen und bin auch heute noch dankbar dafür. Ich habe von Trainern wie Christian Gross oder Thorsten Fink enorm viel lernen können.»

Pascal Schürpf, der auf den Aussenbahnen links und rechts so wie im Sturm eingesetzt werden kann, hat in der Aufstiegssaison für die Liechtensteiner in 28 Spielen zehn Tore erzielt. In der laufenden Spielzeit waren es in acht Runden bisher zwei. «Es ist Zeit, dass ich nach meinen Toren gegen Aarau und Luzern in Basel endlich wieder treffe.»

Basel ist gewarnt

Die Aufgabe gegenüber einem übermächtigen Gegner sei zwar schwierig. Aber im Fussball habe man immer eine Chance. «Der FCB wird uns ganz sicher nicht unterschätzen. Die Mannschaft will sich in der Meisterschaft für die 1:3-Niederlage zuletzt bei GC rehabilitieren.» Basel sei gewarnt, habe Vaduz das Spiel im Letzigrund gegen die Grasshoppers doch mit 1:0 gewonnen.

In der Tat: Der Aufsteiger kann heute durchaus getrost mit Selbstvertrauen nach Basel fahren. In der letzten Runde holte das Team von Giorgio Contini gegen den FC St. Gallen beim 2:2 einen beachtlichen Punkt. Gegen jene Mannschaft notabene, die dem Meister in dieser Saison beim 2:0-Sieg die erste und bisher einzige Heimniederlage zugefügt hat.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch