Zum Hauptinhalt springen

Ein noch schöneres Tor als das von Payet?

Der traumhafte Schuss des Franzosen wurde schon als Tor des Jahres angepriesen. Dabei war es vielleicht nicht mal das schönste des Tages. Was meinen Sie?

Es gibt viele kultige Sprüche im Weltfussball, zu den berühmtesten gehören sicherlich diejenige von Gary Lieneker oder Sepp Herberger. Eine weniger bekannte, aber dennoch aussagekräftige Weisheit, erstmals in die Welt gesetzt von Argentinien-Legende Alfredo di Stéfano, wird sich in Südamerika erzählt: «Jugamos como nunca y perdemos como siempre.» Übersetzt: Wir haben gespielt wie noch nie und verloren wie immer.

In kaum einem Land wird Di Stéfano öfters zitiert als in Bolivien, dem notorischen Aussenseiter des Kontinents. Und kaum ein Satz trifft für Jhasmani Campos, die Nummer zehn des Andenstaates, nach dem 1:2 an der Copa América gegen Titelverteidiger Chile zu. In der 61. Minute schlenzte der 28-Jährige einen Freistoss derart schön in den Winkel, dass er das Tor wohl am liebsten auf Video aufnehmen würde, die Kassette hübsch anziehen, schminken und zu Weihnachten seinen Eltern vorstellen würde.

Gebracht hat es herzlich wenig, weil Schiedsrichter Jair Marrufo in der achten Minute der Nachspielzeit dem haushohen Favoriten einen umstrittenen Penalty zusprach. Bayern-Star Arturo Vidal verwandelte eiskalt.

Umstrittenes Siegtor: Schiedsrichter Marrufo entscheidet auf Penalty, Vidal verwertet. Video: Youtube.

Auch wenn in Bolivien viele von einem «Robo», also einem Diebstahl sprechen, war der Sieg des verhassten Nachbarn nicht gänzlich gestohlen, wie ein Blick auf die Statistik zeigt: Campos' Fabeltor war der einzige Schuss auf Chiles Tor, gegenüber 11 Torschüssen und 75 Prozent Ballbesitz des Titelverteidigers.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch