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Ein gutes Ende für Servette und die Liga

Die Rekursinstanz der Lizenzkommission der Swiss Football League (SFL) hat Servette in letzter Sekunde die Lizenz für die nächste Saison in der Super League erteilt.

Aufatmen: Servettes Präsident Hugh Quennec hat mit Erfolg um die Super-League-Lizenz für die kommende Saison gekämpft.
Aufatmen: Servettes Präsident Hugh Quennec hat mit Erfolg um die Super-League-Lizenz für die kommende Saison gekämpft.
Keystone

Die Zukunft von Servette in der Eliteklasse hing an einem dünnen Faden. Erst nach einer letzten Anhörung am Vormittag erteilte die Rekursinstanz der Lizenzkommission den Genfern die Spielberechtigung für die Saison 2012/13.

Neben Servette können auch die Young Boys, der FC Zürich sowie der FC Sion aufatmen. Auch sie erhielten, in ihrem Fall war das allerdings erwartet worden, die Lizenz in zweiter Instanz. Sie konnten genügend Garantien einreichen, um zu dokumentieren, dass die veranschlagten Budgets eingehalten werden können. Der FC Sion muss sich seinen Platz in der kommenden Super League in der Barrage allerdings erst noch verdienen. Die Partien gegen Aarau finden am Samstag (15.30 Uhr in Sitten) sowie am Pfingstmontag (17.30 Uhr in Aarau) statt.

Noch ein juristischer Rückschlag für Constantin

Eine der verbliebenen Hoffnungen der Walliser, auf juristischem Weg die Barrage noch zu umgehen, hatte sich am Donnerstagmorgen zerschlagen. Das Handelsgericht des Kantons Zürich wies den Antrag des FC Sion auf eine Verschiebung des Barrage-Termins ab. Christian Constantins Anwälte hatten vergeblich versucht, wegen des Abzugs von 36 Punkten superprovisorische Massnahmen zu beantragen. Das Gericht lehnte es ab, Sion so zu stellen, wie wenn es den Punktabzug nicht gegeben hätte. Es sah die behauptete Dringlichkeit nicht, weil Sion seit dem 30. Dezember 2011 von der Bedrohung einer Barrage hätte wissen müssen.

Der letzte Strohhalm von Constantin knickte ein paar Stunden später mit dem Entscheid der Rekursinstanz der Lizenzkommission. Seit Wochen hatte der Sittener Präsident auf eine Lizenzverweigerung für Servette spekuliert. Gestreute Gerüchte in den letzten Tagen nährten die Hoffnungen Sions. Servette schien wegen finanziellen Unregelmässigkeiten im Verein «Servette FC» die Lizenz auch in zweiter Instanz nicht zu bekommen. Dabei hatte der neue Verwaltungsratspräsident Hugh Quennec erst vor wenigen Tagen einen Sanierungsplan für die AG vorgelegt, welcher von der Genfer Konkursrichterin akzeptiert worden war und den Profibetrieb Servettes rettete.

Ein Triumph für Quennec

Jetzt gelang es Quennec offenbar, auch die Rekurskommission zu überzeugen. In einer vierstündigen Sitzung im Haus des Fussballs in Muri bei Bern machte der Kanadier klar, dass er sich ab sofort auch um die Geschicke im Stammverein kümmere. Quennec gab an, seit Montag auch das Präsidentenamt im Verein von ex Klubchef Majid Pishyar übernommen zu haben. Die Liga vertraute dem smarten Geschäftsmann – und erteilte die Lizenz. Aber sie wird ein wachsames Auge auf die Entwicklung bei Servette haben. Alle drei Monaten sollen die Bücher des Genfer Klubs überprüft werden.

(si)

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