Ein erster
 Final um Platz 2

YB kann sich in der 25. Runde mit einem Sieg um 7 Punkte vom FC Zürich absetzen.

Für Trainer Uli Forte steht YB vor einem der wichtigsten Saisonspiele.

Für Trainer Uli Forte steht YB vor einem der wichtigsten Saisonspiele.

(Bild: Keystone)

Peter M. Birrer@tagesanzeiger

Für Uli Forte ist es «eines der wichtigsten Spiele der Saison, wenn seine Young Boys am Sonntag (16.00) im Vergleich Zweiter gegen Dritter den FC Zürich empfangen. Der YB-Trainer findet, dass die Spitzenpaarung «25'000 Zuschauer verdienen würde», weil YB schon seit 11 Spielen ungeschlagen sei, in den letzten 5 Heimspielen 5 Siege verbucht und 17 Tore erzielt habe und nun die Chance bestehe, den FCZ mit einem Sieg bereits um 7 Punkte zu distanzieren. Auch wenn diese Zahlen Respekt verdienen: So viele Zuschauer, wie Forte hofft, sind nicht zu erwarten. 15'400 Tickets wurden bis ­gestern abgesetzt, gerechnet wird mit 18'000 bis 20'000 Besuchern.

Der YB-Trainer, der bis auf Sanogo, Sutter und Seferi wieder auf alle Spieler zurückgreifen kann, fordert von seinem Team ein ganz anderes Auftreten als beim 1:1 in Aarau. «Wir waren in allen Belangen ungenügend, nur 10 starke ­Minuten reichen nicht», sagt Forte. ­Gegen den FCZ will er mit seiner Mannschaft die Gelegenheit nutzen und einen grossen Schritt Richtung zweiten Platz machen. Bereits weiter, also an das ­Herausfordern des FC Basel, will Forte nicht denken. «Es zählt für uns nur die Gegenwart, das Spiel gegen den FCZ.»

Sportchef Fredy Bickel will YB zwar nicht ganz aus dem Titelrennen reden. Er geht aber davon aus, dass die Meisterschaft zum sechsten Mal in Serie nach ­Basel geht – auch wenn der FCB keinen unwiderstehlichen Eindruck hinterlässt: ­«Unter normalen Umständen wird das wieder so sein. Die Realität ist eben die, dass offensichtlich kein Gegner ­bereit ist, ­Anzeichen von Schwächen der Basler auszunützen.» YB konzentriere sich ­primär auf den Kampf um Platz 2, «und darum», sagt ­Bickel, «ist dieser Sonntag für uns von so enormer Bedeutung».

Meier: «Verlieren verboten»

Noch wichtiger als für YB ist das Spiel für den FCZ. Als sich die Zürcher in die ­Winterpause verabschiedeten, sah die Tabelle nämlich so aus, dass Trainer Urs Meier sagen durfte: «Wir sind auf Kurs.» Seine Mannschaft lag auf Platz 2, dank des besseren Torverhältnisses vor dem punktgleichen YB. Dann aber brach das neue Jahr an, in dem die Zürcher die Berner vorbeiziehen lassen mussten, was sich vor allem mit der Heimschwäche erklären lässt: 0:1 gegen Thun, 0:0 gegen Aarau, 0:1 gegen Sion. Allerdings geht die Selbstkritik von ­Davide Chiumiento weiter: «Wir haben bis jetzt ­insgesamt keine gute Rückrunde absolviert. Es wird kein Spieler behaupten, dass er zufrieden ist.»

Der Mittelfeldspieler ist von einer Fussverletzung genesen. Nun steht er morgen wieder im Aufgebot, wenn es ­gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber YB geht. «Wir sollten wieder vermehrt auf uns statt auf die Gegner schauen», sagt Chiumiento, wobei das gerade in dieser Direktbegegnung um Rang 2 aber schwerfallen dürfte. «Verlieren verboten», hat FCZ-Trainer Meier als Devise ausgegeben. «Wenn wir den zweiten Platz im Auge behalten wollen, können wir es uns nicht leisten, am Sonntag ohne Lohn heimzufahren.»

Der Bund

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