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Eggimanns wichtigstes Rendezvous

Für die wichtige WM-Qualifikations-Partie in Griechenland muss Ottmar Hitzfeld seine Abwehr erneut umstellen. Der zuletzt nicht berücksichtigte Mario Eggimann rückt dabei ins Zentrum.

Abräumer: Mario Eggimann und Stéphane Grichting bilden die Innenverteidigung gegen Griechenland.
Abräumer: Mario Eggimann und Stéphane Grichting bilden die Innenverteidigung gegen Griechenland.
Keystone

Der Schweiz gehen die Innenverteidiger aus: Patrick Müller ist noch nicht fit, Philippe Senderos, Steve von Bergen und neu auch Johan Djourou sind verletzt. Gegen Griechenland müssen Stéphane Grichting und Mario Eggimann die Abwehr zusammenhalten und organisieren; einziger Ersatz ist der nachnominierte Boris Smiljanic.

Viermal erst und insgesamt knapp 180 Minuten haben die beiden zusammen in der A-Nationalmannschaft gespielt, und nur im inoffiziellen Test vor der EM gegen eine U21-Auswahl von Lugano über 90 Minuten. «Wir spielen in der Nationalmannschaft seit langer Zeit das gleiche System. Deshalb spielt es keine grosse Rolle, wer neben wem spielt», sagt Eggimann, der vor der Einwechslung am letzten Samstag nur in Testspielen zum Einsatz gekommen war. Die Partie am Mittwoch wird zu seinem wichtigsten Rendez-vous auf internationaler Ebene.

Von Beginn an dagegenhalten

Dass er und Grichting beides ähnliche Spielertypen sind, findet Eggimann nicht problematisch. «Wir sind beides eher Abräumer, aber wir können auch beide das Spiel machen», sagt er. Wichtig sei, dass sie von Beginn an dagegenhalten, weil «die Griechen Dampf machen werden. Wir werden im Verlauf des Spiels auch zu unseren Chancen kommen. Wir wollen drei Punkte, aber einer wäre wohl auch in Ordnung», meinte Eggimann auf dem Flughafen in Zürich vor dem Abflug Richtung Griechenland. Nach dem für die Verteidiger eher ruhigen Spiel gegen Lettland, wartet auf die Schweizer Abwehrreihe in Griechenland mit Sicherheit mehr Arbeit.

Für Eggimann, der 2002 als 21-Jähriger von Aarau zu Karlsruhe in die 2. Bundesliga gewechselt hatte, ist die Nationalmannschaft derzeit eine Achterbahn. Kurz vor der EM wurde der Aargauer von Köbi Kuhn im Tessiner Vorbereitungscamp vor versammelter Mannschaft ausgebootet. Dann kam der Transfer von Karlsruhe zu Hannover, wo er zu Saisonbeginn auch nur selten zum Einsatz kam. Erst in den letzten Partien setzte Dieter Hecking den Abwehrspieler wieder ein. Dies – und die Verletzungen von Senderos, von Bergen und Djourou sowie die Reservistenrolle Müllers – brachten Eggimann wieder zurück ins Nationalteam und nun sogar in die Startformation. «Ich schaue nur nach vorne», sagt er.

«Freue mich unheimlich»

Mit sechs Einsätzen ist der 27-jährige Eggimann der Spieler mit den wenigsten Länderspielen in der voraussichtlichten Startformation gegen Griechenland. Der Druck, der in Piräus auf seinen Schultern lasten wird, ist gross. «In der Bundesliga hat man jede Woche solchen Druck, damit lernt man umzugehen», erklärte Eggimann. «Aber der Druck ist sicher etwas grösser, wenn man für sein Land spielt; für mich ist es aber ein positiver Druck. Ich freue mich unheimlich.»

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