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Drama in Italien: Serie-B-Profi stirbt nach Herzstillstand

In der Serie A rollte der Ball an diesem Wochenende nicht. Der Tod von Piermario Morosini (25) vom Serie-B-Klub Livorno versetzte den Calcio in eine Schockstarre.

Entsetzen in Italien: Nach dem Herzstillstand in Pescara stirbt Piermario Morosini später im Spital.
Entsetzen in Italien: Nach dem Herzstillstand in Pescara stirbt Piermario Morosini später im Spital.
Keystone

Morosini erlitt im Spiel in Pescara einen Herzstillstand und verstarb 75 Minuten später im Spital. Nach der schrecklichen Nachricht aus Pescara entschied der italienische Verband, sämtliche Spiele vom Wochenende in den italienischen Profi-Ligen abzusagen. Die Absage beschloss der Verband eine Viertelstunde vor dem Anpfiff der ersten Partie der 33. Runde zwischen Milan und Genoa. Wann die Spiele der Serie A nachgeholt werden, ist derzeit noch nicht bekannt.

Morosini brach am Samstag in der 31. Minute des Spiels zwischen Pescara und Livorno zusammen. Die Ärzte konnten den Herzschlag weder bei der Behandlung auf dem Rasen noch später im Spital von Pescara animieren. Um 16.45 Uhr verstarb Morosini im Alter von 25 Jahren.

Ein tragisches Leben

Das Leben von Morosini endete am Samstag tragisch früh. Es war geprägt von Unglücksfällen in seinem nächsten Umfeld. Mit 17 Jahren wurde Morosini, der in Bergamo aufgewachsen war, zum Vollwaisen, nachdem 2001 erst seine Mutter an einer Krankheit und zwei Jahre später der Vater nach einem Herzinfarkt gestorben waren. Kurz nach dem Tod des Vaters beging Morosinis Bruder Selbstmord. Von da an hatte er nur noch seine ältere Schwester.

Als Fussballer schaffte Morosini den Durchbruch in der Serie A nicht. Er tingelte mehrheitlich auf Leihbasis durch die Serie B, in der höchsten Spielklasse versuchte er es in dieser Saison zunächst bei Udinese, von wo er aber im Januar an Livorno ausgeliehen wurde.

Talentierter Fussballer

Dabei hatte Morosini durchaus eine vielversprechende Karriere in Aussicht. 2009 stand er in der italienischen U21-Auswahl, die an der EM-Endrunde in Schweden begeisterte und in den Halbfinals unglücklich und knapp an Deutschland scheiterte.

Zu dieser U21-Mannschaft gehörten Spieler, die nun Leistungsträger in der Squadra Azzurra sind und zu Italiens Hoffnungsträgern in Polen und der Ukraine gehören: Mario Balotelli (Manchester City), Claudio Marchisio (Juventus Turin), Andrea Ranocchia (Inter Mailand), Domenico Criscito (Zenit St. Petersburg), Sebastian Giovinco (Parma) und Ignazio Abate (Milan).

si/fal

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