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«Nach Sotschi kam die Krimkrise – was folgt auf die WM?»

Für Putin sei Sport die Fortsetzung des Krieges. Deswegen brauche er das Staatsdoping, sagt der russische Schriftsteller Michail Schischkin im Interview.

«Als ich erklärte, dass ich kein Kollaborateur sein will, ist eine Walze über mich hinweggefahren», sagt Kreml-Kritiker und Wahl-Schweizer Michail Schischkin. Foto: Georgios Kefalas (Keystone)

«Als ich erklärte, dass ich kein Kollaborateur sein will, ist eine Walze über mich hinweggefahren», sagt Kreml-Kritiker und Wahl-Schweizer Michail Schischkin. Foto: Georgios Kefalas (Keystone)

Freuen Sie sich als Russe auf die Weltmeisterschaft in Russland?
Sicher habe ich mich gefreut, als wir 2010 die WM erhalten haben. Ich liebe Fussball. Aber das war ein ganz anderes Russland als das heutige.

Damals schon kam Wladimir Putin nach Zürich, um sich für die erhaltene WM beklatschen zu lassen.
Ja. Aber es war ein Russland, das zur ­zivilisierten Menschheit zurückkehren wollte. Klar habe ich schon damals kritisiert, was schlecht war. Aber das ist für mich Demokratie. Demokratie ist kein Paradies. Demokratie ist die Möglichkeit, zu verbessern, was schlecht ist.

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