Zum Hauptinhalt springen

Die untote Fussball-Liga

Der 3. Oktober 1990 bedeutete auch offiziell das Ende der DDR. Im Fussball aber lebte der Arbeiter- und Bauernstaat noch bis Mai 1991. Die Geschichte eines Kuriosums.

17. Mai 1991: Die Spieler von Hansa Rostock stemmen trotz einer 1:4-Heimniederlage gegen Lokomotive Leipzig als letzte Mannschaft den Meisterpokal des DDR-Fussballverbandes in die Höhe. Doch wie soll sich Hansa nun nennen? DDR-Meister? Die DDR gibt es seit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 nicht mehr. Also deutscher Meister? Diesen Titel reklamiert der 1. FC Kaiserslautern als Bundesliga-Champion für sich. Es bleibt die merkwürdige Bezeichnung «Meister der NOFV-Oberliga». Der NOFV, das ist der Nordostdeutsche Fussball-Verband, die Nachfolgeorganisation des am 20. November 1990 aufgelösten Deutschen Fussball-Verbands (DFV).

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.