Die Eigentor-Hitparade

Der rumänische Meister Cluj manövrierte sich im Champions-League-Spiel gegen die Bayern (2:3) mit zwei Eigentoren selbst ins Elend. Doch es geht noch schlimmer, wie die Hitparade von DerBund.ch/Newsnet zeigt.

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Alexander Kühn@alexkuehnzh

Die Nummer 1 unter den Eigentor-Klubs ist der deutsche Bundesligist Hannover 96. Die Niedersachsen trafen beim 3:5 in Mönchengladbach im vergangenen Dezember dreimal ins eigene Netz - ein Rekord für die Ewigkeit. Der Tunesier Karim Haggui war bei zwei der unglücklichen Aktionen als Letzter am Ball, beim ersten Mal schoss ihn Torhüter Florian Fromlowitz allerdings an.

Zwei Eigentore in einem Spiel leistete sich im September 2009 auch Georgiens Star-Verteidiger Kacha Kaladse. Der damalige Milan-Profi, der heute für Genoa spielt, verhalf Italien in der WM-Qualifikation so zu einem kapitalen 2:0-Sieg.

Zwei Eigentore in 132 Sekunden

Dem mazedonischen Internationalen Nikolce Noveski unterlief im November 2005 im Bundesligaspiel seines FSV Mainz 05 gegen Eintracht Frankfurt innerhalb von 132 Sekunden ein Eigentor-Doppelschlag. Später erzielte Noveski den 1:2-Anschlusstreffer, das Spiel endete 2:2. «Immerhin war es mein erster Hattrick», meinte er trocken.

Barbados wirft Grenada dank absichtlichem Eigentor aus dem Turnier

Die kurioseste Eigentor-Geschichte geht aber auf das Konto der Nationalmannschaft von Barbados. Bei den Karibik-Meisterschaften im Jahr 1994 brauchte das Team einen Sieg mit zwei Toren Differenz, um gegen Grenada weiterzukommen. Sieben Minuten vor dem Ende kassierte Barbados aber den 1:2-Anschlusstreffer.

Statt auf das 3:1 zu drängen beförderten die Spieler des führenden Teams den Ball kurz darauf absichtlich ins eigene Netz. Denn bei einem Remis, so sah es das kuriose Reglement vor, musste es zur Verlängerung kommen, und dort zählte das Golden Goal doppelt.

Barbados verteidigte in den letzten Minuten der regulären Spielzeit daher beide Tore, sowohl das eigene als auch das gegnerische und konnte in der vierten Minute der Verlängerung schliesslich das erhoffte Golden Goal bejubeln.

DerBund.ch/Newsnet

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